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Geburt (Beurkundung)

Die Geburt eines Kindes muss vom Standesamt beurkundet werden.

Die Geburt wird immer von dem Standesamt beurkundet, in dessen Zuständigkeitsbereich das Kind zur Welt gekommen ist. Die Geburt eines Kindes muss entweder vom Vater (wenn er Mitinhaber der elterlichen Sorge ist), der Mutter (sobald sie dazu imstande ist) oder einer Person, die bei der Geburt zugegen war (z. B. Hebamme) innerhalb von einer Woche angezeigt werden.

Bezüglich der Vornamensgebung eines Kindes wird beim Standesamt ein internationales Handbuch der Vornamen, herausgegeben durch die Gesellschaft für deutsche Sprache und dem Bundesverband der Deutschen Standesbeamten bereitgehalten. Anhand dessen lassen sich Fragen und Probleme hinsichtlich der Schreibweise sowie der Eintragungsfähigkeit eines Vornamens vor der Beurkundung der Geburt lösen.
 
 
Die Bestimmungen über den Familiennamen des Kindes ergeben sich aus dem BGB

  • Führen die Eltern einen gemeinsamen Ehenamen, so erhält das Kind den Ehenamen seiner Eltern als Geburtsnamen.
  • Führen die Eltern keinen Ehenamen und steht ihnen die elterliche Sorge gemeinsam zu, so bestimmen sie den Familiennamen, den der Vater oder die Mutter zur Zeit der Erklärung führt, zum Geburtsnamen des Kindes, als Familienname gilt auch der dem Ehenamen oder Lebenspartnerschaftsnamen vorangestellte bzw. angefügte Name.
  • Führen die Eltern keinen Ehenamen und steht die elterliche Sorge nur einem Elternteil zu, so erhält das Kind den Familiennamen den dieser Elternteil zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes führt.
  • Ist die Mutter des Kindes nicht verheiratet, so erhält das Kind den Namen, den die Mutter zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes führt

Notwendige Unterlagen

Bei Hausgeburten:

  • Bescheinigung der Hebamme über die Geburt des Kindes
  • Unterschriften der Sorgenberechtigten über die Beilegung des Vornamens  

Bei Geburten im St. Martinus-Hospital Olpe:

  • Geburtsanzeige des St. Martinus-Hospitals  

Zusätzlich werden bei allen Geburten nachstehende Unterlagen benötigt:

  • sind die Eltern des Kindes miteinander verheiratet, wird eine Eheurkunde, bei Eheschließungen nach dem 31.12.2008 zusätzlich die Geburtsurkunden der Eltern benötigt, ausländische Heiratsurkunden sind im Original mit deutscher Übersetzung einschließlich Apostille bzw. Legalisation vorzulegen. Wird eine internationale Urkunde vorgelegt, entfällt die Apostille bzw. Legalisation.
  • sind die Eltern nicht miteinander verheiratet, so ist eine aktuelle Geburtsurkunde der Mutter vorzulegen. Ist die Vaterschaft bereits anerkannt, so sind die Erklärungen hierüber sowie die Zustimmung der Mutter und eine aktuelle Geburtsurkunde des Vaters zusätzlich vorzulegen. Waren die Eltern bereits verheiratet, ist jeweils zusätzlich eine Eheurkunde vorzulegen.
  • bei der Anzeige der Geburt muss der Personalausweis oder Reisepass vorgelegt werden.

Gebühren

Eine Geburtsurkunde kostet 10,00 .