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Die älteste Urkunde des Olper Stadtarchivs von 1361
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Zusatzinformationen

Geschichte in Olpe

Vermutlich wurde um 800 n. Chr. auf dem fränkischen Reichshof Olpe ("Ol-apa" = ,Bach im feuchten Wiesengrund´) an der Kreuzung der Fernwege "Römerweg" und "Eisenstraße" - wo die Olpe in die Bigge mündet - eine dem heiligen Martinus geweihte Eigenkirche gegründet. 1311 verlieh der Kölner Erzbischof Heinrich II. Graf von Virneburg dem Dorf Olpe die Stadtrechte. Stadtpatron ist der heilige Martinus.

Heute ist Olpe mit 26.148 Einwohnern, gelegen an Westfalens größter und schönster Talsperre, dem Biggesee, eine schmucke Kreisstadt mit hoher Lebensqualität. Zeugnisse der interessanten Geschichte Olpes sind zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie unter anderem die Reste der alten Stadtbefestigung, die Pfarrkirche St. Martinus, der Geschichtsbrunnen am Kurkölner Platz, die Rochuskapelle und die Kreuzkapelle. Auch das Olper Land hat zahlreiche historische Bauwerke aufzuweisen.

Im Schnittpunkt der Autobahnen A 4 / A 45 hat sich die Stadt zu einem leistungsfähigen Mittelzentrum entwickelt und bietet für Handel, Handwerk und Gewerbe zukunftsträchtige Perspektiven.

Im Bereich Tourismus treffen Einheimische und Gäste auf ein reichhaltiges Angebot, das von A wie Angeln bis W wie Wandern reicht.

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zum geschichtlichen Geschehen in Olpe.

Zeitleiste:

Von Josef Wermert (Aus: Olpe – Geschichte von Stadt und Land. Band 1 und 3. Olpe 2002-2011)

Vor - und Frühgeschichte

  • 700000-10000 v.Chr.
    Altsteinzeit (Paläolithikum)
  • 80000-60000 v.Chr.
    Erste Menschen betreten das westfälische Mittelgebirge (Balver
    Höhle, Neandertaler).
  • Um 30000 v.Chr.
    Der anatomisch moderne Mensch homo sapiens sapiens lässt sich nachweisen.
  • 10000-5500 v.Chr.
    Mittelsteinzeit (Mesolithikum)
    Spätestens jetzt wird das heutige Stadtgebiet von Olpe vom Menschen (Nomaden) betreten.
  • 5500-2000 v.Chr. J
    Jungsteinzeit (Neolithikum)
    Erste sesshafte Bauern treten auf.
  • 2000-700 v.Chr.
    Bronzezeit
  • 700 v.Chr.- Chr.Geb.
    Vorrömische Eisenzeit (Hallstatt-, La-Tène-Zeit)
    Wallburg Hofkühl bei Oberveischede
  • Chr.Geb.-400 n.Chr.
    Römische Kaiserzeit
    Rückgang der teilweise sehr dichten eisenzeitlichen Besiedlung
    auf „germanischen“ Druck. Klimaverschlechterung in der jüngeren
    Römischen Kaiserzeit.

Mittelalter

  • Ab 400 n.Chr.
    Völkerwanderungszeit und Beginn des Mittelalters
  • Spätes 7./8. Jh.
    Sporadische Besiedlung des spärlich besiedelten Olper Raumes durch Land suchende Siedler – zum Teil wohl sächsischer Herkunft (ursprünglich in Norddeutschland beheimatet, Engern).
    Gräberfunde von Hespecke bei Grevenbrück
  • 772-804
    Sachsenkriege unter Karl dem Großen
  • 777/780
    Bildung von Missionssprengeln in der neuen fränkischen Provinz Sachsen. Südwestfalen wird wohl schon jetzt dem Kölner Kirchensprengel zugewiesen. Die religiöse Bindung nach Köln
    besteht bis 1821.
  • 795
    Das Bistum Köln wird zum Erzbistum erhoben.
  • 797
    Reichstag in Aachen: Einverleibung Sachsens in das karolingische Reich
  • Um 800
    Vermutlich wird auf konfisziertem sächsischen Besitz, auf einem nunmehr fränkischen Reichshof an der Kreuzung der Fernwege „Römerweg“ (Bonn/Paderborn) und „Eisenstraße“
    (Frankfurt/Siegen/Hagen/Dortmund) und im Mündungswinkel von Olpe und Bigge eine dem karolingischen Haus- und Reichsheiligen Martinus geweihte Eigenkirche des (fränkischen)
    Hofinhabers gegründet. Der Name Olpe („Ol-apa“) bezeichnet ursprünglich einen ‘Bach im feuchten Wiesengrund’.
  • 9./10. Jh.
    Intensive Rodungen – die südsauerländischen -inghausen-Orte entstehen.
  • Um 1000
    Erste Bodenfunde aus dem Olper Raum lassen sich datieren: 
    Scherben- und Schlacken (Eisengewinnung und -verarbeitung) in der Wüstung Kimickerberg, Münzfund in Dahl (nach 1005), Umwandlung der Wallburg auf dem Oedingerberg in ein adeliges Damenstift
  • 11. Jh.
    Das Patronatsrecht über die Olper Kirche wird dem Stift St. Severin in Köln übertragen (1233 nachweisbar). Das Präsentationsrecht geht später an Magistrat und Gemeinde der Stadt Olpe über.
  • 11./13. Jh.
    Eisenerzeugung in Waldschmieden/Rennfeuerhütten des Olper Landes
  • 1180
    Reichsversammlung zu Gelnhausen: Ächtung Heinrichs des Löwen und Teilung des Herzogtums Sachsen. Herzog in Westfalen und Engern, d.h. über Westfalen südlich der Lippe, wird
    der Kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg.
  • 1183/85
     Das Mirakelbuch von St. Anno in Siegburg berichtet über die Heilung eines Jungen in einem Dorf namens Olpe (ob Olpe im Sauerland, ist nicht gesichert).
  • 12./13. Jh.
    Bau des romanischen Turms der St.-Cyriacus-Kirche in Rhode (adelige Eigenkirche der Zeit nach 1100 ?) – das älteste erhaltene Bauwerk auf heutigem Olper Stadtgebiet
  • 1220
    Olpe wird erstmals urkundlich erwähnt – der Dechant (des Dekanates Attendorn), Albertus in Olpe („Olepe“), wird genannt.
  • 1222
    Erhebung Attendorns zur Stadt – wahrscheinlicher Bau der kölnischen Burg Schnellenberg zum Schutz der Stadt
  • 1233
    Vergleich zwischen Propst und Dechant des Stifts St. Severin in Köln: Die Besetzung der Pfarrstelle zu Olpe soll beim Propst liegen.
  • 1235
    Gräfin Mechthild von Sayn gründet mit ihrem Mann Graf Heinrich III. von Sayn das Zisterzienserinnenkloster Drolshagen (ursprünglich pfalzgräflicher Besitz ?).
  • 1248
    Erzbischof Konrad von Hochstaden erwirbt Burg und Herrschaft Waldenburg bei Attendorn von der Witwe Gräfin Mechthild von Sayn (ursprünglich pfalzgräflicher Besitz ?).
    Olpe kommt durch diesen Verkauf möglicherweise ebenfalls an das Erzstift Köln (Hypothese von Manfred Wolf) und bleibt weiterhin beim jetzt kölnischen Amt Waldenburg.
  • 1288
    Schlacht bei Worringen
  • 1311
    Der Kölner Erzbischof Heinrich II. Graf von Virneburg verleiht dem durch Feinde des Stifts mit Raub und Brand heimgesuchten Dorf Olpe, das wie die Kirche auf dem Hof Olpe entstanden
    ist, die Stadtrechte (Attendorner und damit Soester Stadtrecht). Befestigungsrecht (Stützpunkt gegen die Grafen von der Mark, Sicherung des Bergbaus). Stadtpatron wird der Kirchenpatron St. Martinus.
    Auf dem Rest des landesherrlichen Hofes in Olpe, auf der „Küchenstätte“, befindet sich im 14. Jahrhundert vermutlich ein Burglehen der Waldenburger Burgmannenfamilie von Drolshagen.
    Im 17./18. Jahrhundert steht hier das Haus des kurfürstlichen Richters.
  • 1311/32
    Erzbischof Heinrich II. verleiht der Stadt Olpe das Recht, Personen beiderlei Geschlechts zu Bürgern aufzunehmen, gleichgültig aus welchem Stand und unter welchen Umständen sie kommen.
  • 1336
    Ersterwähnung der Mark Griesemert
  • 1336-1353
    Erwähnungen einer Ministerialenfamilie von Eppenbracht (Stammsitz Eppenberg südlich Sondern)
  • 1338
    Erzbischof Walram bestätigt die Stadtrechte.
  • 1347
    Ersterwähnung von Tecklinghausen
  • 1350
    Die Pest (Beulenpest) erreicht Westfalen.
  • 1354
    Ersterwähnung von Oberveischede (Kirchspiel Helden)
  • 1355
    Ersterwähnung von Ronnewinkel
  • 1360
    Erster Nachweis eines Siegels der Stadt Olpe (Siegelbild: St. Martinus)
  • 1360
    Ersterwähnung von Rosenthal, Lütringhausen und der später aufgegebenen Siedlungen Alemicke und Kimicke
  • 1365
    Hunolt von Hillewordinchusen verspricht Bürgermeister, Rat und Bürgern zu Olpe, ihnen in Zukunft keinen Schaden mehr zufügen zu wollen.
  • 1367 und 1368
    Cuno von Falkenstein, Koadjutor bzw. Administrator der Kölner Kirche, bestätigt die Stadtrechte.
  • 1368
    Die Stadt Olpe leistet beim Erwerb der Grafschaft Arnsberg durch Kurköln einen finanziellen Beitrag.
  • 1373
    Erzbischof Friedrich III. gewährt der von Brand zerstörten Stadt Olpe zur Förderung des Wiederaufbaus gewisse Freiheiten. Vermutlicher Beginn des Baus von Stadtmauern und Stadttürmen
  • 1376
    Ersterwähnung von Kirchesohl
  • 1383
    Ersterwähnung von Altenkleusheim (=Kleusheim; -heim-Orte entstanden wohl bereits im 8./9. Jh.), Rhonard und Stachelau
  • 1388
    Ersterwähnung von Rhode
  • 1406
    Ersterwähnung von Günsen
  • 1409
    Ersterwähnung von Rehringhausen und Saßmicke
  • 1422
    Ersterwähnung von Rüblinghausen
  • 1435
    Schutzbündnis des Erzbischofs Dietrich von Köln und der Städte Soest, Attendorn, Olpe, Werl, Menden, Balve und Recklinghausen einerseits sowie des Junkers Gerhard von Kleve, Grafen von der Mark, und der Städte Hamm, Unna, Kamen, Neustadt, Iserlohn, Breckerfeld, Neuenrade und Bochum andererseits 
  • 1437
    Die erste Erblandvereinigung der westfälischen Stände (Ritterschaft und Städte) zum wechselseitigen Schutz wird unter Teilnahme der Stadt Olpe errichtet.
  • 1441
    Erste urkundliche Erwähnung der Kirche in Rhode
  • 1445
    Erzbischof Dietrich II. erobert während der Soester Fehde die märkisch-klevische Burg Bilstein unter Mitwirkung der Städte Attendorn, Olpe und Drolshagen und gliedert die Herrschaft ins Herzogtum Westfalen ein.
    Bilstein wird Sitz des südlichen Quartiers des Herzogtums Westfalen, bestehend aus den Ämtern Bilstein, Fredeburg und Waldenburg (hier Olpe). Seitdem gehört das gesamte Gebiet des heutigen Kreises Olpe zum
    Herzogtum Westfalen des Kurfürstentums Köln.
  • 1454
    Erzbischof Dietrich II. verpfändet an Bürgermeister und Rat zu Olpe die als „Schoß“ bezeichnete jährliche Abgabe der Stadt an den Landesherrn (wohl Entgelt für die Selbstverwaltung der Stadt).
  • 1454/56
    Ersterwähnung von Hammerschmieden, deren Inhaber zugleich Olper Bürger sind. Fabrikation von Halbfabrikaten (Bleche und Blechwaren, Pfannenscheiben und Pfannen), Eisen- und Kupferkessel im Olper Raum.
    Schwindende Bedeutung Attendorns als Zentrum des Fernhandels im südlichen Sauerland.
  • 1460
    Erwähnung von Freistühlen bei der Stadt Olpe
  • 1462
    Verbundbrief von Ritterschaft und Städten des Amtes Waldenburg – Attendorn, Olpe und Freiheit Drolshagen -, ungeteilt zusammenzubleiben und zur Kölner Kirche zu halten (Erneuerung 1480)
  • 1463
    Erblandvereinigung zwischen Erzbischof Ruprecht und den Landständen
  • 1475
    Ersterwähnung von Dahl
  • 1476-1480
    In Köln betreibt Petrus in Altis de Olpe (=Peter auf der Höhe von Olpe) eine Offizin bzw. einen Verlag.
  • 1477
    Die Freiheit Drolshagen wird zur Stadt erhoben und mit Olper Stadtrecht bewidmet.
  • 1480
    Erzbischof Hermann IV. bestätigt die Stadtrechte.
  • 1494
    Der Geistliche und Mäzen Johann Bergmann von Olpe (ca. 1460-1531/32) gibt in Basel die Moralsatire „Das Narrenschiff“ von Sebastian Brant heraus (= 1. Bestseller).
  • Ende 15. Jh.
    Die Stadt Olpe hat vermutlich ca. 400 Einwohner. 

Neuzeit

  • 1500
    Die Kreuzkapelle an der Bigge wird erstmals erwähnt.
  • 1503
    Ersterwähnung des neben der Kreuzkapelle gelegenen städtischen Armenhauses
  • 1505
    Die Stadt Olpe erhält das Recht, Wegegeld zu erheben.
  • 1509
    Erzbischof Philipp II. bestätigt die Stadtrechte.
  • 1517
     „Thesenanschlag“ Martin Luthers in Wittenberg – Beginn der Reformation in Deutschland
  • Um 1525
    In Olpe ist Schützenbrauchtum nachweisbar: Die Vogelstange fällt um (laut Urkunde von 1561).
  • 1524
    Nachweis einer St.-Sebastianus-Bruderschaft, 1538 einer Schützenbruderschaft.
  • Seit 1775
    findet das Vogelschießen nachweislich auf dem Imberg statt.
  • 1529
    Wiederaufbau des durch Brand zerstörten Kirchturms in Olpe
  • 1536
    Ersterwähnung von Thieringhausen
  • 1536
    Ca. 200 Schatzpflichtige leben innerhalb der heutigen Stadtgrenzen (ohne Stadt) = ca. 1100 Landbewohner.
  • 1538
    Einführung des römischen Rechts im Erzstift Köln durch ein Landrecht.
  • 1542
    Reformationsversuch durch Erzbischof Hermann von Wied
  • 1545-1563
    Trienter Konzil
  • 1547
    Adolf III., Administrator der Kölner Kirche, bestätigt die Stadtrechte.
  • Mitte 16. Jh.
    Beginn des Kupferbergbaus in der Rhonard. Die Kupferhütte in Stachelau wird 1597 genannt.
  • 1554
    Olpe gehört als „zugewandte Stadt“ über Attendorn dem Hansebund an.
  • 1555
    Ersterwähnung der beiden Höfe Fahlenscheid
  • 1555
    Augsburger Religionsfrieden („Cuius regio, eius religio“)
  • 1557
    Erzbischof Anton bestätigt die Stadtrechte.
  • 1558
    Erzbischof Johann Gebhard I. bestätigt die Stadtrechte.
  • 1563
    Erzbischof Friederich IV. bestätigt die Stadtrechte.
  • 1566-1609
    Spanisch-Niederländischer Krieg
  • 1567
    Erlass einer Satzung für die Schmiedezunft (Kessel- und Pfannenschmiede) in der Stadt Olpe (1629 revidiert bzw. erneuert)
  • 1578
    Teilung des Gemeindewaldes Griesemert zwischen der Stadt Olpe und den übrigen Markgenossen
  • 1580
    Ersterwähnung der unteren Stadtmühle (setzt wohl schon die obere Stadtmühle voraus)
  • 1582
    Freischießen der Schützengesellschaften Siegen, Attendorn, Drolshagen, Wenden, Meinerzhagen, Valbert und Rhode in Olpe
  • 1583-1589
    Kölnischer Krieg
  • 1583/84
    „Truchsessische Wirren“ – Reformationsversuch durch Erzbischof Gebhard Truchseß von Waldburg – Olpe wird 1583 durch Truppen des Erzbischofs besetzt und gebrandschatzt.
  • 1587
    Erzbischof Ernst von Bayern erlässt einen restriktiven Rezess über die Jurisdiktion der Stadt Olpe. Die Stadt verliert wegen ihrer Unterstützung für den abgesetzten Erzbischof Gebhard Truchseß von Waldburg zeitweise alte Privilegien.
  • 1587
    Zurückerlangung des Rechtes, Wochenmärkte abzuhalten.
  • 1587-1697
    Im Gerichtsbezirk Olpe sind Hexenprozesse nachweisbar.
  • 1591
    Ludwig von Stockhausen wird Richter der vereinigten kurfürstlichen Gerichte Olpe, Drolshagen und Wenden. Das Richteramt wird in der Familie von Stockhausen nahezu erblich.
  • 1595
    Entmachtung des Erzbischofs Ernst – Einsetzung seines Neffen Ferdinand von Bayern als Koadjutor (1612-1650 Erzbischof) – Fortsetzung der Rekatholisierung im Herzogtum Westfalen
  • 1598
    Die Pest wütet in Olpe (ebenfalls 1614, 1635/37, 1665/66).
  • 1605
    Erzbischof Ernst besucht das Kupfererzbergwerk Rhonard.
  • 1605
    Erzbischof Ernst verleiht der Stadt Olpe das Recht, jährlich drei Jahrmärkte abzuhalten.
  • 1610
    Bau einer hölzernen Wasserleitung von der Hakemicke in die Stadt Olpe
  • 1615
    Ersterwähnung eines Lehrers in der Stadt Olpe (Schule „Auf der Mauer“)
  • 1617
    Gründung der Kreuzbruderschaft
  • 1618-1648
    Dreißigjähriger Krieg – im Sauerland auch „Schwedenkrieg“ genannt
  • 1621
    Die Filiale Rhode wird von der Olper Mutterkirche abgepfarrt und selbständige Pfarrei.
  • 1632
    Der schwedische Obrist Wolff-Henrich von Baudissin erobert Olpe.
  • 1634
    Die ganze Stadt Olpe samt Kirche – mit Ausnahme der Vorstadt Felmicke – fällt einem Brand zum Opfer. Die Unterste Vorstadt zwischen Bigge und Stadtmauer, wo der Brand durch die Unachtsamkeit
    der Schmiede entstanden ist, wird nicht wiederaufgebaut.
  • 1648
    Am Ende des Dreißigjährigen Krieges ist die Bevölkerung in der Stadt Olpe um ein Drittel zurückgegangen (jetzt ca. 400 Einwohner in 106 Haushaltungen).
  • 1652
    Erzbischof Maximilian Heinrich bestätigt die Stadtrechte.
  • 1652-1665
    Streit der Stadt Olpe mit dem Drosten zu Bilstein um die städtischen Privilegien. Erlass einer neuen Jurisdiktional- und Polizeiordnung 1665
  • 1665
    Bürgermeister, Rat und Gemeinde der Stadt Olpe legen das Agatha-Gelübde zur Abwendung von Feuersbrünsten ab.
  • 1665
    Ersterwähnung des Stadtarchivs
  • 1665
    Die erste Schule außerhalb der Stadt Olpe entsteht im Kirchspiel Rhode. Weitere Schulen in anderen Dörfern folgen.
  • 1669
    Erlass einer Bergordnung für Kurköln: Das Breitschmiedeamt der Gerichte Olpe, Drolshagen und Wenden wird eingerichtet. Um Olpe gibt es mehrere Eisen- und Kupfererzbergwerke.
  • 1673
    Bürgermeister, Rat und Gemeinde der Stadt Olpe legen das Rochus-Gelübde zur Abwendung von Pest ab. Bau der Rochus-Kapelle 1667-1676
  • 1676
    Erster Nachweis der Zünfte der Schuhmacher, Rot- und Weißgerber („Löheramt“), der Metzger sowie der Schneider
  • 1676/77
    Brände im Weierhohl
  • 1678
    Olpe ist Sitz eines Unterbergamts (bis 1811).
  • 1688-1697
    Pfälzischer Erbfolgekrieg
  • 1691
    Brand in der Felmicke
  • 1691
    Für die Stadt Olpe wird erstmals ein Gesangbuch herausgegeben (weitere Auflagen 1704, 1719, 1793).
  • 1696
    Die letzten Hinrichtungen von „Hexen“ finden statt.
  • 1700
    Erzbischof Joseph Clemens erlässt eine neue Ratsordnung für die Stadt Olpe.
  • 1701
    Stiftung eines Seelsorge-Benefiziums in Neuenkleusheim (eine St.-Georg-Kapelle besteht wahrscheinlich seit ca. 1500)
  • 1701-1713
    Spanischer Erbfolgekrieg
  • 1711
    Zum ersten Mal passiert die Post Olpe.
  • 1715
    Kleusheim (Altenkleusheim, Neuenkleusheim, Rehringhausen) wird von der Mutterkirche in Olpe abgepfarrt und selbständige Pfarrei.
  • 1717
    Olpe zählt ca. 300 Haushalte mit ca. 1100 Einwohnern.
  • 1720/30
    Der Wallone Reniér Roidkin zeichnet im Auftrag des Kölner Erzbischofs Clemens August die Stadt Olpe aus zwei Richtungen – die ältesten bekannten Stadtansichten.
  • 1722/26 und 1763/72
    Auswanderungswellen ins österreichische, seit 1778 ungarische Banat (1. und 2. Schwabenzug)
  • 1724
    Bürgermeister und Rat erlassen Statuten bzw. eine Satzung für die Junggesellen-Schützen-Kompanie in der Stadt Olpe.
  • 1727
    Bau des noch bestehenden Kirchturms in Neuenkleusheim
  • 1728
    Bildung der Schneiderzunft
  • 1735
    Pfarrer Adam Heinrich Roberti gibt ein neues Gesangbuch für die Stadt Olpe heraus (Neuauflage 1804).
  • 1736/37
    Neubau der Kreuzkapelle (Einweihung 1753)
  • 1739
    45 % aller Männer der Stadt Olpe sind in der Metallindustrie beschäftigt.
  • 1742
    Stiftung des Rochus-Benefiziums durch Vikar Petrus Ludovici: Der Inhaber ist auf Verlangen des Magistrats zur Abhaltung von Latein- und Rechenunterricht verpflichtet (Grundlage für das höhere Bildungswesen in Olpe).
  • Um 1750
    Gründung einer „privilegierten Apotheke“ in Olpe (später Adler-Apotheke genannt – besteht bis 1996)
  • 1751
    Aufhebung der Junggesellen-Schützen-Kompanie nach Ausschreitungen
  • 1751
    Nachweis der Olper Hütte im Dohm
  • 1756-1763
    Siebenjähriger Krieg
  • 1760
    Olpe zahlt 4000 Taler an Kriegssteuern.
  • 1762
    Olpe ist wegen der Besetzung Arnsbergs durch die verbündeten Franzosen zeitweilig Sitz der dortigen kurfürstlichen Regierung.
  • 1771
    Erlass einer Schulordnung für die Schulen der Stadt Olpe
  • 1773
    In Festungshaft stirbt der „Märtyrer von St. Julian“ (bei Lissabon), der Indio-Missionar Rötger Hundt SJ (* Olpe 1711).
  • 1774
    Ankauf des „Osterseifens“ durch die Stadt
  • 1775
    Fast jede sechste Familie in den drei Olper Kirchspielen (ohne Stadtgebiet) lebt vom Hammergewerbe.
  • 1781
    In der Stadt Olpe leben 1354 Personen in 263 Häusern.
  • 1782
    Der Jude Moses Abraham lässt sich in Neuenkleusheim nieder – der Anfang einer kleinen Judengemeinde.
  • 1782 ff.
    Bau der Holland-Frankfurt-Chaussee von der nassauischen Grenze bis Olpe 
  • 1789
    Französische Revolution
  • 1790
    Erzbischof Maximilian Franz erlässt eine neue Ratsordnung für die Stadt Olpe.
  • 1792-1807
    Koalitionskriege (1792-1797, 1799-1802, 1805-1807) gegen das revolutionäre Frankreich
  • 1794
    Die Franzosen besetzen das linke Rheinufer – die weltliche Herrschaft des Kölner Erzbischofs ist auf das in Westfalen gelegene Gebiet des Erzbistums beschränkt.
  • 1795
    Die Stadt Olpe wird durch eine Feuersbrunst nahezu vernichtet (ca. 240 Häuser = 83 %). Der Neuaufbau geschieht nach den Plänen des kurfürstlichen Baumeisters Hofkammerrat Adam Stahl. Der mittelalterliche Grundriss wird zugunsten einer „Reißbrett-Stadt“ weitgehend aufgegeben.
  • 1796
    Nach einer dem Sonderfrieden zu Basel (1795) zwischen Preußen und Frankreich folgenden Regelung bleibt der südlich der als Demarkationslinie geltenden Ruhr gelegene Teil des Herzogtums Westfalen weiterhin Kriegsgebiet.
  • 1796
    Plünderung der Stadt Olpe durch Truppen der französischen Observationsarmee 11

19. Jahrhundert

  • 1801
    Erzbischof Maximilian Franz erlässt eine neue Ratsordnung für die Stadt Olpe.
  • 1801
    Friede zu Lunéville zwischen Österreich zugleich für das Reich und Frankreich – Frankreich erhält das linke Rheinufer.
  • 1802
    Besitznahme des Herzogtums Westfalen durch hessendarmstädtische Truppen
  • 1803
    Reichsdeputationshauptschluss. Säkularisation, Aufhebung des Kurstaates Köln. Olpe fällt an die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt (seit 1806 Großherzogtum). Beginn tiefgreifender Reformen.
  • 1806
    Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation
  • 1806
    Aufhebung der landständischen Verfassung im Herzogtum Westfalen
  • 1806
    Anlegung des Friedhofs bei der Kreuzkapelle – Begräbnisse an der Olper Kirche erfolgen noch bis 1808.
  • 1807
    Bildung des Justizamtes Olpe aus den ehemaligen vereinigten Gerichten Olpe-Drolshagen-Wenden mit Sitz in Olpe – auch Verwaltungsbehörde bis 1817
  • 1808
    Das Dorf Oberneger und der Ort Haardt – bisher zum Amt Bilstein, aber kirchlich zu Rhode gehörig – werden mit dem Amt Olpe vereinigt. Oberveischede, seit 1807 vom Amt Bilstein getrennt und mit dem Kirchspiel Helden dem Amt Attendorn zugeschlagen, wird dem Amt Bilstein zurückgegeben.
  • 1808
    Einführung der Schultheißverfassung in den hessischen Landgemeinden. Bildung der Schultheißbezirke Rüblinghausen, Lütringhausen, Saßmicke, Thieringhausen, Alten- und Neuenkleusheim, Rehringhausen, Rhode, Eichhagen und Oberneger. Rosenthal und Ronnewinkel werden dem Schultheißbezirk Frenkhausen im Kirchspiel Drolshagen zugeteilt (bis 1826).
  • 1810
    Brand des Gerberviertels Weierhohl
  • 1810
    Erlass einer Forst-Verordnung für das Amt Olpe
  • 1811
    Erlass der Schultheißordnung für die Stadt Olpe: Aufhebung der Ratsverfassung – die Stadt verliert die seit Jahrhunderten bestehenden Rechte. Beseitigung der mittelalterlichen Trennung zwischen Stadt und Land zugunsten
    eines neuen einheitlich organisierten Kommunaltyps. An die Stelle des Bürgermeisters tritt ein Stadtschultheiß (Staatsbeamter).
  • 1811
    Das Bergamt Olpe wird mit dem Briloner Amt zusammen nach Eslohe verlegt.
  • 1811
    Aufhebung der mittelalterlichen Zunftordnung
  • 1813-1815
    Befreiungskriege gegen Napoleon
  • 1813
    Gelübde der Rüblinghauser, die Festtage ihrer „Ortspatrone“ Leonardus und Matthias feierlich zu begehen und zu fasten (die sogenannten „Schmachttage“)
  • 1816
    Der auf dem Wiener Kongress 1815 beschlossene Anschluss des Herzogtums Westfalen an Preußen wird vollzogen. Olpe gehört seither dem neu gebildeten Regierungsbezirk Arnsberg in der ebenfalls neu geschaffenen
    Provinz Westfalen an.
  • 1816/17
    Hungerkrise durch Missernten in weiten Teilen Europas
  • 1817
    Bildung des Kreises Bilstein aus den in hessischer Zeit geschaffenen Justizämtern Attendorn, Bilstein und Olpe. Sitz des Landratsamts ist Bilstein, erster Landrat Caspar F. J. Freusberg.
  • 1817
    Auf heutigem Stadtgebiet leben 4321 Einwohner (1601 in der Stadt, 2720 auf dem Land).
  • 1819
    Der Kreis Bilstein wird in Kreis Olpe umbenannt: Olpe wird Kreisstadt und Sitz des Landratsamts.
  • 1821
    Die Bulle „De salute animarum“ weist das ehemalige kurkölnische Sauerland dem Bistum Paderborn zu.
  • 1822
    Kauf des Weberschen Hauses in der Westfälischen Straße als neues Rathaus – Ersatz für das 1795 im Stadtbrand zerstörte Rathaus
  • 1823
    Der erste Landrat des Kreises Olpe, Caspar Ferdinand Joseph Freusberg, erwirbt das nach dem Stadtbrand 1795 errichtete Fürstenbergsche Haus an der Frankfurter Straße/Ecke Schwanenstraße
    als sein Wohnhaus und neues Landratsamt (später Kreisständehaus). 1887-1963 Eigentum des Kreises – Abbruch 1966.
  • 1826
    Auflösung der Schultheißbezirke: Errichtung der Bürgermeisterei Olpe, bestehend aus der Stadt Olpe und den Landgemeinden des ehemaligen Gerichts Olpe, den ländlichen Teilen des Kirchspiels Olpe sowie den
    Kirchspielen Kleusheim und Rhode. Die Stadt stellt keine eigenständige Verwaltungseinheit mehr dar. 
  • 1827/28
    Das Langhaus der Kirche in Neuenkleusheim wird durch einen breiteren Saalbau ersetzt.
  • 1827/29
    Neubau der Rhoder Kirche – der Turm aus dem 12./13. Jh. bleibt erhalten.
  • 1828
    Gründung des St.-Sebastianus-Schützenvereins in der Stadt Olpe – Auflösung der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft. Ankauf des Schützenplatzes auf dem Imberg („Ümmerig“)
  • 1831
    Friedrich Harkort, Pionier der Industrialisierung, Politiker und Sozialreformer, nimmt die Rüblinghauser Hütte (von ihm Henriettenhütte genannt) in Betrieb, verliert sie aber schon 1834 im Zuge geschäftlicher Misserfolge.
    Daneben bestehen bei Olpe noch die Olper und die Stachelauer Hütte.
  • 1831
    Vollendung der Minden-Koblenzer Straße im Raum Olpe
  • 1831
    Errichtung der Rektoratsschule aus Mitteln der Stadt und des Rochus-Benefiziums
  • Seit ca. 1834
    Auswanderungen nach Amerika
  • Um 1835
    Ersterwähnung von Friedrichsthal – benannt nach Friedrich Frahne, Inhaber der dortigen Papiermühle
  • 1837
    Kölner Wirren
  • 1836 Der aus Steinau/Schlesien gebürtige Buchdrucker Carl Ferdinand Daemisch richtet eine erste Druckerei in Olpe ein (bis 1837) – Herausgabe eines Wochenblatts für den Kreis Olpe 1837
  • 1839
    Auflösung des preußischen Justizamts Olpe. Es entsteht das Stadt- und Landgericht Olpe, 1849 das Kreisgericht.
  • 1840
    Mit dem Walzwerk in Niederstenhammer gründen die Unternehmer Hundt, Fuchsius und Sondermann das erste modernen Typs in Olpe.
  • 1840
    Gründung des „Olper Kreis-Blatts“ durch den aus Berlin gebürtigen Buchdrucker Theodor Mietens (seit 1874 „Olper Intelligenz-Blatt“, seit 1876 „Sauerländisches Volksblatt“ – mit Unterbrechungen erschienen bis einschließlich 1979)
  • 1841
    Der Buchbinder Franz Xaver Ruegenberg richtet in Olpe eine Leihbibliothek ein – 1848 auch eine Buchhandlung. 1849 übernimmt er das weiterhin bis 1895 bei Mietens/Alt gedruckte „Olper Kreis-Blatt“.
  • 1841
    Gründung der ersten Sparkasse im Kreis Olpe, der Städtischen Sparkasse Olpe 
  • 1842/44
    Gründung der evangelischen Kirchengemeinde (Mitbegründer: Buchdrucker Theodor Mietens, Gewerke Heinrich Kreutz und Gerichtsrat Heinrich Lyncker)
  • 1843
    Beseitigung der hessischen Schultheißverfassung durch Einführung der modifizierten Westfälischen Landgemeindeordnung mit Bildung des Amtes Olpe, bestehend aus der Stadt Olpe, den Landgemeinden des Kirchspiels Olpe
    sowie den Kirchspielen Kleusheim und Rhode
  • 1846/47
    „Hungerjahr“ – strenger Winter
  • 1846-1851
    Bau der Altenhagen-Siegener-Straße im Raum Olpe
  • 1847
    Kauf eines Hauses in der Frankfurter Straße als evangelisches Pfarrhaus mit Betsaal
  • 1847
    Die seit 1845 bestehende evangelische Privatschule wird eine öffentliche evangelische Volksschule (1877 aufgelöst, 1887 neu eingerichtet).
  • 1848
    Märzrevolution: Bildung einer Bürgerwehr in Olpe – schwarzrot-goldene Fahnen
  • 1850
    Hubert Ruegenberg setzt in Olpe erstmals das Puddelverfahren ein.
  • 1850
    Einführung der neuen, erstmals in Preußen parlamentarisch verabschiedeten Gemeindeordnung (Revolutions-Kommunalverfassung) in Olpe – aufgehoben 1853
  • 1853
    Eröffnung einer Handwerker-Sonderschule (bis 1872, 1894 wiedereröffnet).
  • 1856
    Paderborner Vinzentinerinnen („Kongregation der barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul zu Paderborn“) eröffnen in Olpe eine Niederlassung und nehmen im neu errichteten St. Martinus-Hospital die
    Krankenpflege auf (bis 1900).
  • 1857
    Verleihung der Westfälischen Städteordnung von 1856 an die Stadt Olpe. Die Stadt scheidet 1858 aus dem Amtsverband aus – Stadt und Amt (=Gemeinden Olpe-Land, Kleusheim und Rhode) werden nun in Personalunion vom Bürgermeister der Stadt geleitet.
  • 1859
    Einweihung der neuen Volksschule am Markt – vorher befand sich die Schule „Auf der Mauer“/Ecke Kirchgasse.
  • 1859
    Umwandlung der Rektoratsschule in die Höhere Stadtschule
  • 1859/60
    Unter der Leitung von Mutter Clara Pfänder aus Hallenberg entsteht in Olpe eine franziskanisch geprägte Frauengemeinschaft, die 1860 als „Schwestern des heiligen Franziskus, Töchter der heiligen Herzen Jesu und Mariä“
    anerkannt wird. Erste Oberin Clara Pfänder. Verlegung der Gemeinschaft nach Salzkotten, Schwester Maria Theresia (Aline) Bonzel (* 1830 in Olpe, † 1905 in Olpe) bleibt mit einigen Schwestern in Olpe zurück – die erste Filiale der Gemeinschaft. 1863 wird die Olper Gemeinschaft unter der Leitung von Maria Theresia Bonzel selbständig: „Arme Franziskanerinnen von der Ewigen Anbetung in Olpe“.
  • 1861
    Eröffnung der Ruhr-Sieg-Eisenbahn, die – an Olpe vorbei – nur den Ostteil des Kreises durchschneidet. Ende des traditionellen Gewerbes: wirtschaftlicher Niedergang der Bergwerksbetriebe, Olper Hütten und Eisen und Stahl verarbeitenden Betriebe
  • 1864
    Olpe erhält eine Telegraphenstation.
  • 1866
    Krieg Preußens gegen Österreich
  • 1870
    Gründung einer Höheren Töchterschule im Mutterhaus der Franziskanerinnen in Olpe (1876 geschlossen)
  • 1870-1871
    Deutsch-Französischer Krieg
  • 1871
    Gründung des Deutschen Reiches
  • 1871
    Schließung der letzten Eisenhütte auf Olper Stadtgebiet, der Olper Hütte des Gewerken Heinrich Kreutz im Dohm
  • 1871-1887 Kulturkampf
  • 1873
    Anlegung eines evangelischen Friedhofs an der Bergstraße (bis 1958 belegt)
  • 1875
    Gründung eines „politischen Vereins“ (Zentrum ?) in Olpe
  • 1875
    Eröffnung des Olper Bahnhofs und der Bahnstrecke nach Attendorn/ Finnentrop
  • 1876
    Das Olper Armenhaus bei der Kreuzkapelle brennt ab und wird nicht wieder aufgebaut.
  • 1878
    Die Stadt richtet an der Bigge in der Wüste bei Olpe eine erste städtische Flussbadeanstalt ein. Sie besteht bis ca. 1892.
  • 1879
    Anstelle des aufgelösten Kreisgerichts Olpe werden die Amtsgerichte Attendorn, Kirchhundem, Olpe und Förde (Grevenbrück) errichtet.
  • 1880
    Eröffnung der Bahnstrecke von Olpe nach Rothemühle
  • 1882
    Gründung der Rheinisch-Westfälische Kupferwerke AG, hervorgegangen aus dem Dreifördener Hammer der Familie Hesse. Die erste Aktiengesellschaft mit Sitz in Olpe hat nationale Bedeutung.
  • 1883
    Dr. med. Gottfried Ruegenberg (1808-1892) erhält das Ehrenbürgerrecht der Stadt Olpe.
  • 1884
    Die Allgemeine Ortskrankenkasse Olpe wird gegründet.
  • 1885-1890
    Bau der Kapelle Maria vom guten Rat und hl. Agatha „am kalten Strauch“ in Lütringhausen
  • 1887/88
    Bau einer zentralen Wasserversorgung in der Stadt Olpe mit Hausanschlüssen
  • 1888
    Das erste elektrische Licht brennt in Olpe in der Gerberei Lütticke, die mit Hilfe einer Dampfmaschine Strom für Glühlichter und Bogenlampen erzeugt; 1889 wird auch bei den Kupferwerken elektrischer Strom erzeugt,
    mit dem 1904 erstmalig der Schützenplatz erleuchtet wird.
  • 1889
    Ende des Olper Bergbaus: Die letzten Gruben St. Georgius und Vereinigte Rhonard stellen ihre Betriebe ein.
  • 1891
    Ein Sparkassenskandal mit Veruntreuungen von einer halben Million Mark sorgt für Aufsehen.
  • 1891
    Gründung des Sauerländischen Gebirgsvereins – Ortsabteilung Olpe
  • 1892
    Der spätere Schriftsteller Adolf von Hatzfeld († 1957) wird in Olpe geboren.
  • 1893
    Neugründung der Höheren Töchterschule (St.-Franziskus-Schule)
  • 1893
    Errichtung des Kaiserlichen Postamts an der Ecke Kölner Straße/Martinstraße (heute Kurkölner Platz)
  • 1894
    Das erste öffentliche Schwimmbad wird in Olpe eröffnet, das „Wilhelmsbad“ in der Günse.
  • 1894/95
    Neubau des Mutterhauses der Franziskanerinnen in der Franziskanerstraße, Noviziat 1906
  • 1895-1896
    Bau der Höheren Stadtschule In der Wüste (jetzt LWLArchäologie für Westfalen – Außenstelle Olpe)
  • 1896-1897
    Bau einer neuen Schule in Neuenkleusheim
  • 1897
    Errichtung eines Gebäudes für die seit 1895 in Olpe eingerichtete Spezialkommission (Westfälische Straße) – 1919 in Kulturamt umgewandelt –, 1939 aufgehoben und mit dem Kulturamt Siegen vereinigt.
    Während der NS-Zeit Sitz der Kreisleitung der NSDAP. Seit 1946 Kreishaus, später erweitert
  • 1897
    Gesetz betreffend die Regelung der Forstverhältnisse für das ehemalige Justizamt Olpe, das so genannte Olper Forstgesetz
  • 1897
    Der Chinamissionar Pater Franz Xaver Nies (* 1859 in Rehringhausen) wird in Chang chia chuang in China ermordet. 
  • 1897-1898
    Bau der evangelischen Kirche in Olpe
  • 1897-1898
    Bau einer neuen Schule in Saßmicke
  • 1897-1898
    Bau einer neuen Schule in Rüblinghausen
  • 1898-1899
    Bau einer neuen Schule in Neger (1962-1964 Um- und Anbau)
  • 1898-1905
    Bau und 1904 Weihe der Kirche St. Nikolaus in Rehringhausen (1938 erweitert)
  • 1898
    Gründung der Freiwilligen Bürger-Feuerwehr Olpe.
  • 1898
    Olpe geht ans Telefonnetz.
  • 1898
    Dr. med. et chirurg. Wilhelm Fuchsius (1822-1903) erhält das Ehrenbürgerrecht der Stadt Olpe.
  • 1899
    Kreisgerichtsrat a.D. Caspar Freusberg (1809-1900) erhält das Ehrenbürgerrecht der Stadt Olpe.
  • 1899-1900
    Bau eines neuen evangelischen Schulhauses
  • 1900
    Die seit 1857 bestehende Personalunion der Verwaltungsspitze des Amtes und der Stadt Olpe endet. Das Amt erhält einen eigenen Amtmann. Amtssitz ist das Haus Schlösser, In der Wüste 6, 1925-1934 das Haus Bonzel,
    Frankfurter Straße 22.
  • 1900
    Die Olper Franziskanerinnen übernehmen von den Vinzentinerinnen die Krankenpflege im St. Martinus-Hospital (bis 2005) und die Leitung des Hauses bis zum Jahr 1970.
  • 1900
    Bau eines Messing- und Bronze-Walzwerks der Gebr. Kemper am Standort der früheren Rüblinghauser Hütte

20. Jahrhundert

  • 1901
    Gründung der Metallwerke Gustav Imhäuser
  • 1901-1902
    Bau einer neuen Schule in Lütringhausen (Anbau 1949-1950)
  • 1902
    Gründung der „Gemeinnützigen Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe mbH“ (GFO). Träger ist seit 1995 die „Maria-Theresia-Bonzel-Stiftung“.
  • 1902
    Beschluss eines Stadtbauplanes
  • 1902
    Gründung einer Zahlstelle des Christlichen Metallarbeiter-Verbandes (CMV, Sitz Duisburg) – 1906 neu gegründet.
  • 1902
    Gründung der Gemeinnützigen Baugenossenschaft für den Kreis Olpe, der heutigen Wohnungsgenossenschaft im Kreis Olpe, Südsauerland eG
  • 1902-1903
    Anlegung des katholischen Friedhofs an der Rochus-Kapelle .
  • 1903
    Eröffnung der Bahnstrecke von Olpe nach Bergneustadt.
  • 1903
    Zum letzten Mal fährt der Postwagen aus Olpe ab.
  • 1903
    Tod von Theodor Lütticke, der die Gerberei seiner Familie zur größten und modernsten in Olpe ausgebaut hatte.
  • 1903-1904
    Bau der St.-Elisabeth-Kapelle in Stachelau
  • 1905
    Inbetriebnahme des Gaswerkes durch die Firma August Klönne, Dortmund. Neue Straßenbeleuchtung (Gaslaternen).
  • 1908
    Übernahme des Betriebes durch die Stadt Olpe. Gasproduktion bis 1930.
  • 1905
    Auflösung der Posthalterei
  • 1905
    Gründung einer Präparandenanstalt in Olpe (Neubau am Gallenberg 1906/07) zur Vorbereitung auf das Lehrerseminar .
  • 1906/1907
    Gründung des Kreisgewerbevereins in Attendorn – heute Arbeitgeberverband für den Kreis Olpe e.V.
  • 1907
    Anpflanzung von Linden entlang den Olper Stadtstraßen – sie verleihen Olpe später den Beinamen „Stadt der 1000 Linden”.
  • 1907
    Die Stadt kauft den späteren „Stadtwald Hardt”.
  • 1907
    Neubau der Schützenhalle auf dem Imberg.
  • 1908
    Das neue Pumpwerk des kommunalen Wasserwerks wird in Betrieb genommen.
  • 1908-1909
    Neubau der St.-Martinus-Kirche nach Brandstiftung von 1907
  • 1908-1909
    Bau des Städtischen Schlachthofs in der Stubicke (Schließung 1971)
  • 1909
    Altenkleusheim erhält den ersten eigenen Seelsorger (1858 Anlage eines Vikariefonds, 1909 Kauf einer Vikarie).
  • 1909
    Gründung eines Katholischen Lehrerseminars in Olpe (Schulneubau in der Seminarstraße 1912/15). Die Präparandie wird dem Seminar vorgeschaltet. Auflösung des Seminars 1926.
  • 1909/10
    Beginn des modernen Kanalbaus in der Stadt Olpe
  • 1909-1912
    Bau der Listertalsperre
  • 1910
    Eröffnung einer ersten Stadtbücherei in Olpe in der Volksschule am Markt. 1952 Wiedereröffnung in der Hohensteinschule, seit 1978 befindet sich die Stadtbücherei im Rathaus.
  • 1910-1911
    Bau einer Schule in Stade
  • 1911
    Kaiser Wilhelm II. genehmigt als König von Preußen das neue Wappen der Stadt Olpe.
  • 1911
    600-Jahrfeier der Stadt Olpe
  • 1911
    Die Gewerken Josef Hundt (1836-1914) und Hugo Ruegenberg (1850-1920) erhalten das Ehrenbürgerrecht der Stadt Olpe.
  • 1911
    Die Stadt erhält straßenweise neue Hausnummern (zuvor fortlaufend nummeriert).
  • 1911-1912
    Bau des Lyzeums in der Franziskanerstraße
  • 1912
    Das erste Kino wird in Olpe eröffnet („Kaiserhof-Cinema“).
  • 1912
    Bau des Königlichen Eisenbahnbetriebsamts an der Bruchstraße – 1907 als Eisenbahnbetriebsinspektion Olpe eingerichtet
  • 1912-1914
    Bau des Amtsgerichts in der Westfälischen Straße
  • 1913
    Das Elektrizitätswerk der Listertalsperre (heute LLK) liefert Elektrizität für die Stadt Olpe.
  • 1913
    In Oberveischede wird ein Friedhof angelegt.
  • 1913
    Bau der Lourdesgrotte in Altenkleusheim
  • 1913
    Weihe der neuen St.-Martinus-Kirche in Olpe (erbaut 1908/09 nach Brandstiftung von 1907)
  • 1914-1915
    Bau des Dienstgebäudes der Reichsbanknebenstelle (seit 1901 in Olpe) in der Martinstraße (später Landeszentralbank, Zweigstelle Olpe – 1998 geschlossen)
  • 1914-1918
    Erster Weltkrieg: Es fallen 242 Soldaten aus Olpe (Olpe-Stadt 137, Olpe-Land 50, Kleusheim 23 und Rhode 32).
  • 1915
    Der jüdische Kaufmann Isaac Lenneberg errichtet das erste moderne Kaufhaus in Olpe (1938 „arisiert“; 1938-1955 Kaufhaus Kurt Heuer, 1955-1982 Kaufhaus Hansa, 1982-2002 Ring-Kaufhaus; 2005 Abriss).
  • 1915-1917
    Beginn des Neubaus einer Niederlassung der Pallottiner in Olpe im Osterseifen als Philosophisch-Theologische Lehranstalt. 1924-1925 nach neuen Plänen als Exerzitienhaus vollendet.
  • 1925
    Einweihung der Kirche Mariä Himmelfahrt. Seit 1926-1967 auch Klerikernoviziat. 1926-2005 auch Pallottinerinnen
  • 1917
    Offizielle Schließung der 1894 eröffneten privaten Badeanstalt in der Günse, des Wilhelmsbades
  • 1917
    Gründung einer Fachschule für Kindergärtnerinnen im heutigen Alten Lyzeum durch die Franziskanerinnen (1993 als Fachschule für Sozialpädagogik in die Beruflichen Schulen des Kreises Olpe überführt)
  • 1918 Revolution – Ende des Kaiserreiches (9. November) – Deutschland wird Republik. Bildung eines Arbeiter- und Soldatenrates in Olpe (bis Dezember 1918), dann eines Arbeiter- und Bürgerrates (bis 1919)
  • 1919
    Neger erhält einen Friedhof auf dem Tümmelberg.
  • 1919
    Die St.-Martinus-Gemeinde kauft die Alte Post und den Bogensaal (Erdgeschoss der Alten Post bis 1925 vom Landratsamt angemietet), um sie als Versammlungs- und Vereinsräume zu nutzen. Der Bogensaal
    wird 1956 verkauft, die Alte Post 1974 abgebrochen.
  • 1919-1920
    Arbeitskämpfe in Olpe
  • 1919-1933
    Weimarer Republik
  • 1920
    Olpe wird Sitz eins Finanzamtes (1923-1925 Bau des Finanzamtes Am Gallenberg, 1977 Abriss, 1977-1979 Neubau)
  • 1920
    Bildung einer Einwohnerwehr in Olpe im Zuge der „Kapp-Unruhen“
  • 1921
    Tod des Sozialpolitikers Prof. Franz Hitze (* 1851 in Hanemicke)
  • 1921
    Einrichtung einer Schule in Sondern (Schulbau 1929)
  • 1921-1922
    Anlage eines neuen Friedhofs in Altenkleusheim
  • 1922
    Olpe erhält eine Staatliche Deutsche Oberschule in Aufbauform, eingerichtet im Gebäude des Lehrerseminars (heute Städtisches Gymnasium). Erstes Abitur in Olpe (1928)
  • 1923
    Gründung des Dekanats Olpe
  • 1923
    Anlegung von Friedhöfen in Rehringhausen und Thieringhausen
  • 1923
    Höhepunkt und Ende der Inflation
  • 1924
    Errichtung der Pfarrvikarie Neger mit eigener Vermögensverwaltung (Filialgemeinde von St. Cyriakus Rhode)
  • 1924
    Altenkleusheim wird Filialkirchengemeinde mit eigener Vermögensverwaltung in der Pfarrei St. Georg Neuenkleusheim, Rehringhausen Filialkirchengemeinde mit eigenen Körperschaftsrechten in der Pfarrei St. Georg Neuenkleusheim.
  • 1925
    Die Stadt Olpe verleiht dem Gewerken Joseph Hesse (* 1855 in Olpe, † 1925 in Attendorn) das Ehrenbürgerrecht.
  • 1925
    Auf dem Kreuzberg wird ein Fußballplatz für die Deutsche Jugendkraft (DJK) angelegt (heute Teil des Kreuzberg-Stadions).
  • 1925-1927
    An der Westfälischen Straße in Olpe wird für den Landrat ein Dienstwohnungsgebäude errichtet (2007 verkauft).
  • 1927
    Gründung des Verkehrsvereins Olpe (Neugründung 1949; heute Verkehrsverein Olpe/Biggesee e.V.)
  • 1927
    Bau eines Feuerwehrhauses in der Winterbergstraße 44
  • 1928
    Gründung des Arbeitsamts Olpe
  • 1927-1928
    Bau eines neuen Postgebäudes an der Franziskanerstraße/Mühlenstraße (2000 verkauft)
  • 1928
    Bau einer neuen Schule in Altenkleusheim
  • 1928-1929
    Neubau der St.-Franziskus-Schule (Oberlyzeum) in der heutigen Kolpingstraße – erstes Abitur 1930
  • 1929
    Die Stadt Olpe verleiht das Ehrenbürgerrecht dem Fabrikanten Hubert Kemper (* 1859 in Olpe, † 1949 in Olpe).
  • 1929
    Bau einer neuen Schule in Oberveischede (Anbau 1957)
  • 1929
    Eröffnung der durchgehenden Straßenverbindung Olpe-Neuenkleusheim-Welschen Ennest (heutige L 711)
  • 1929-1930
    Bau der neuen Volksschule am Imberg (Imbergschule – 1937-1945 „Horst-Wessel-Schule“ genannt; Anbau 1956/58; hier befindet sich seit 1988 die Pestalozzischule Olpe – Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen)
  • 1929-1932
    Weltwirtschaftskrise
  • 1930
    Gründung der Kraftverkehr Olpe AG
  • 1930
    Die Rheinisch-Westfälischen Kupferwerke werden stillgelegt.
  • 1930
    Stilllegung des Walzwerkes Gebr. Hundt in Niederstenhammer (Wolff-Konzern). Die Stilllegung des Hoesch Ruegenbergschen Walzwerkes zwischen 1931 und 1935 besiegelt das Ende der Blechwalzindustrie in Stadt und Amt Olpe.
  • 1930
    Nach Aufhebung der Landwirtschaftsschule in Elspe (seit 1880) werden in Altenhundem (bis 1965) und Olpe neue Landwirtschaftsschulen errichtet (in Olpe in der ehemaligen Rektoratsschule, der vorherigen Präparandie am Gallenberg,
    seit 1954 in einem Neubau in der Kurfürst-Heinrich-Straße – Abbruch 2011). 1972 Schließung der Schule in Olpe.
  • 1931
    Einrichtung einer Jugendherberge für Jungen in Olpe-Lütringhausen gegenüber der Schule. Für Mädchen existiert eine provisorische im kath. Vereinshaus, Sandstraße.
  • 1931
    Die Stadt Olpe stellt Räumlichkeiten zum Aufbau eines Heimatmuseums in der alten Schule am Markt zur Verfügung.
  • 1932
    Die Arbeitslosigkeit erreicht ihren Höchststand (April) – fast jeder dritte Erwerbsfähige ist arbeitslos.
  • 1932-1936
    Erste umfangreiche Außensanierung an der St.-Martinus-Pfarrkirche – Abnahme eines Großteils der Skulpturen und des Zierrats (1934)
  • 1933
    „Machtübernahme“ durch die Nationalsozialisten (30. Januar)
  • 1933
    „Gleichschaltung“ des Olper Stadtparlaments durch die Nationalsozialisten
  • 1933
    Der Marktplatz in Olpe wird in Adolf-Hitler-Platz umbenannt (bis 1945).
  • 1933
    Die Stadt Olpe verleiht dem Reichspräsidenten Paul von Hindenburg (* 1847, † 1934) und dem Reichskanzler Adolf Hitler (* 1889, † 1945), dann auch dem Ministerpräsidenten Hermann Göring (* 1893, † 1946)
    und dem Vizekanzler Franz von Papen (* 1879, † 1969) das Ehrenbürgerrecht der Stadt (1946 aberkannt für Hitler, Göring und von Papen).
  • 1933
    Stilllegung der letzten Olper Gerberei, der Lederfabrik Theodor Lütticke im Weierhohl, die zeitweise zu den bedeutendsten Sohllederfabriken in Deutschland gehörte.
  • 1933
    Die endgültige Schließung der Grube Elpertshagener Vereinigung bedeutete das Ende des Bergbaus auf heutigem Olper Stadtgebiet.
  • 1933-1934
    Bau des ersten städtischen Freibads im Dohm durch den Freiwilligen Arbeitsdienst (FAD) – Schließung 1973
  • 1934
    Gemäß dem preußischen Gemeindeverfassungsgesetz (1933) werden die bestehenden Selbstverwaltungskörperschaften aufgelöst.
  • 1934
    Die Wiederherstellung der Verwaltungsgemeinschaft zwischen Stadt und Amt Olpe wird verfügt. Die Verwaltungsabteilungen des Amtes Olpe ziehen aus dem bisherigen Amtsgebäude (seit 1925) Frankfurter Straße 22 ins Rathaus,
    das alte Amtshaus wird an die Deutsche Arbeitsfront (DAF) vermietet; 1945 zerstört, heute Neubau der Volksbank.
  • 1935
    Gründung der Allgemeinen Ortskrankenkasse für den Kreis Olpe (AOK) durch Zusammenschluss der bisher auf Gemeindeebene tätigen Krankenkassen (seit 1993 AOK Westfalen-Lippe) – 1984 Neubau des Verwaltungsgebäudes
    in der Winterbergstraße
  • 1935
    Bau einer Wassergewinnungsanlage in der Hakemicke
  • 1936-1938
    Bau einer Schule in Dahl (erweitert 1961-1962, 1998-1999)
  • 1937
    Umzug der Kreisverwaltung in das Hotel „Krone“, das bis 1926 als (Kaiserliches) Postamt gedient hatte (1945 zerstört)
  • 1937-1938
    Bau einer Schule in Thieringhausen (erweitert 1961-1963)
  • 1938
    Stadtvertretung und Partei lehnen die Erneuerung des Agatha-Gelübdes ab – die Mitglieder des katholischen Kirchenvorstandes von St. Martinus legen es stellvertretend für Bürgermeister und Rat ab. Seit 1946 erneuern die Stadtverordneten
    wieder das Gelübde.
  • 1938
    Die beiden Konfessionsschulen in Olpe werden gegen Widerstand von Geistlichkeit und Bevölkerung zu einer Gemeinschaftsschule (Imbergschule/“Horst-Wessel-Schule“) vereinigt.
  • 1938
    Beginn konkreter Entwurfsarbeiten für die Biggetalsperre.
  • 1939
    Genehmigung des Talsperrenprojektes und Bausperre für das Biggetal
  • 1938 Novemberpogrom: Die Wohnungen der jüdischen Familien in Olpe werden verwüstet, die Wohnungseinrichtungen zertrümmert, die männlichen Erwachsenen in „Schutzhaft“ genommen. Die jüdische Familie Lenneberg wird zur Emigration gezwungen (1940).
  • 1939
    Beschlüsse, das Oberlyzeum der Franziskanerinnen, die St.-Franziskus-Schule, aufzulösen (bis 1941) und die Staatliche Oberschule für Jungen in Aufbauform abzubauen (bis 1943).
  • 1939
    Gründung der Städtischen Jugendmusikschule Olpe – 1947 als Musikschule der Stadt Olpe wiedergegründet (1979-1989Zweckverband für Olpe, Drolshagen (bis 1986), Kirchhundem, Wenden)
  • 1939-1945
    Zweiter Weltkrieg
  • Seit Ende 1939
    Kriegsgefangene und Zwangs- und Fremdarbeiter werden in Stadt und Amt Olpe eingesetzt.
  • 1940
    Eröffnung einer grundständigen Staatlichen Oberschule für Mädchen (1. Abitur 1941, Schließung 1945)
  • 1940
    Einrichtung des neuen Friedhofs auf dem Kreuzberg in Rhode
  • 1941
    Beschlagnahme des Pallotti-Hauses im Osterseifen durch die Gestapo, die Pallottiner werden vertrieben. Demonstration Olper Bürger. Nutzung des Klosters als Lazarett, Kinderheim und Entbindungsanstalt bis 1945
  • 1941
    Auflösung der St.-Franziskus-Schule und Beschlagnahme der Gebäude (Wiederaufnahme des Unterrichts 1945)
  • 1941
    Eröffnung einer Lehrerinnenbildungsanstalt in der ehemaligen St.-Franziskus-Schule (aufgelöst 1944)
  • 1941
    Der Paderborner Erzbischof Kaspar Klein (* 1865 in Elben bei Wenden, aufgewachsen in Schneppenohl bei Olpe) stirbt in Paderborn.
  • 1941
    Die „Genealogin des Sauerlandes“, Auguste Liese (* 1865 in Olpe), stirbt in Köln.
  • 1941-1945
    Kriegsgefangene Franzosen werden auf dem Schützenplatz untergebracht.
  • 1942
    Die St.-Franziskus-Schule wird Lazarett (1944 im gesamten Schulgebäude).
  • 1942
    In Berlin-Dahlem stirbt der 1865 in Olpe geborene, während des Ersten Weltkriegs zum kaiserlichen Admiral aufgestiegene Albert Hopman.
  • 1942
    Hinrichtung eines polnischen Landarbeiters in Rhonard durch die Gestapo
  • 1943
    Ca. 250 kriegsgefangene Russen werden in Baracken unterhalb des Finkenhagens einquartiert.
  • 1944
    Baubeginn an zehn geplanten Luftschutzstollen in Olpe
  • 1944
    Erster großer Tieffliegerangriff auf Olpe (28. September)
  • 1944
    Peter Grebe (* 1896 in Thieringhausen, † 1962 in Altenhundem), Pfarrer in Kohlhagen, wird als politischer Gefangener zum Tode verurteilt (die Todesstrafe wird im März 1945 in Zuchthausstrafe umgewandelt).
  • 1945
    Schwere Luftangriffe auf die Stadt Olpe (28. und 30. März) zerstören weite Teile der Stadt und töten zahlreiche Personen. Der durch Bomben beschädigte zweite Kirchturm der St.-Martinus-Kirche wird aus Sicherheitsgründen gesprengt und
    nicht wieder aufgebaut. 
  • 1945
    Zahlreiche Evakuierte aus kriegszerstörten Städten müssen in Stadt und Amt Olpe untergebracht werden.
  • 1945
    Amerikanische Truppen besetzen die Stadt Olpe – die offizielle Übergabe der Stadt u.a. durch Bürgermeister Josef Wurm erfolgt am 10. April. Zusammenbruch der Infrastruktur. Überfälle, Plünderungen und Zerstörungen durch ausländische Zwangsarbeiter. Beginn des Wiederaufbaus. Zuzug von Vertriebenen und Flüchtlingen.
  • 1946
    Neue Stadtsatzung – eine „Stadtvertretung“ tritt an die Stelle des im Jahr zuvor gebildeten „Beratenden Ausschusses“.
  • 1946
    Neue Gemeindeordnung nach englischem Vorbild, Einführung der den deutschen Kommunalverfassungen bis dahin unbekannten strikten Trennung von Vertretung und Verwaltung und damit einer „Doppelspitze“ von Bürgermeister und Stadt- oder
    Amtsdirektor (auf der Kreisebene entsprechend von Landrat und Oberkreisdirektor) – 1997 bzw. 1999 für Stadt und Kreis Olpe aufgehoben.
  • 1946
    Erste Amts- und Gemeindewahlen nach dem Zweiten Weltkrieg. Erstmals ist eine Frau in einem Olper Kommunalparlament vertreten.
  • 1946
    Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW)
  • 1946
    Gründung der Regionalzeitungen „Westfälische Rundschau“ und „Westfalenpost“ mit Lokalteilen für den Kreis Olpe.
  • 1946
    Der Kreis Olpe erwirbt das Gebäude der früheren Spezialkommission an der Westfälischen Straße – zuletzt von der Kreisleitung der NSDAP und danach von der Britischen Militärregierung für den Kreis Olpe genutzt
    (Um- und Erweiterungsbauten 1946 ff.).
  • 1946
    Die Stadtverordnetenversammlung von Olpe verzichtet auf das ihr nachweislich seit dem 17. Jahrhundert zustehende Präsentationsrecht des Pfarrers von St. Martinus und auf das des 1. Vikars.
  • 1947
    Die Bäckerfachschule wird nach Olpe in die Villa Brinck verlegt (1951 Einweihung nach Umbau) – Erste Deutsche Bäckerfachschule
  • 1947-1950
    Bau der Kirche St. Barbara und Luzia in Neger
  • 1948
    Währungsreform
  • 1948
    Errichtung der Pfarrvikarie Oberveischede mit eigener Vermögensverwaltung (Filialgemeinde von St. Hippolytus Helden)
  • 1949
    Der Kreis Olpe erhält die Genehmigung zur Führung eines Wappens.
  • 1949
    Die neue Kapelle St.-Johannes-Nepomuk in Saßmicke ersetzt den barocken Vorgängerbau (Anbau 1962/63).
  • 1949
    Verkündung des Grundgesetzes und Gründung der Bundesrepublik Deutschland
  • Ab 1949
    Größtes Flächenwachstum der Stadt – zahlreiche Neubaugebiete entstehen um die historische Stadtmitte.
  • 1949-1950
    Bau der Kirche St. Luzia in Oberveischede – 1949 Münzschatzfund beim Kirchenbau (vergraben zwischen 1376-1380)
  • 1949-1952
    Bau der Katholischen Volksschule Am Hohen Stein (Hohensteinschule)
  • 1950
    Die Städtische Oberschule für Jungen (frühere Höhere Stadtschule) wird Städtisches Neusprachliches Gymnasium.
  • 1950
    In Listernohl wird die Interessengemeinschaft Biggetal e.V. gegründet.
  • 1951
    Gründung des Seminars für Staatsbürgerkunde e.V.
  • 1951
    Die Gemeinde Olpe-Land verleiht das Ehrenbürgerrecht dem Bürgermeister der Gemeinde Olpe-Land, Josef Kleine (* 1876 in Rhonard, † 1959 in Rhonard).
  • 1951-1952
    Anlage des Kurkölner Platzes am Eingang zum Weierhohl mit Freitreppe zum Kirchplatz (1951)
  • 1952-1954
    Bau der Kirche Mariä Himmelfahrt im Osten der Stadt – seit 1957 Pfarrkirche der Pfarrei St. Marien – abgepfarrt von St. Martinus Olpe
  • 1953
    Der Politiker Josef Schrage (* 1881 in Olpe), Bürgermeister von Olpe (1945-1946), Landrat des Kreises Olpe (1946-1953), Mitglied des Parlamentarischen Rates in Bonn und Mitunterzeichner des Grundgesetzes (1948/49)
    sowie Ehrenbürger der Stadt Olpe (1951), stirbt in Olpe.
  • 1953
    Errichtung der Totenkapelle bei der St.-Martinus-Kirche an der Stadtmauer.
  • 1953
    Anlegung eines neuen evangelischen Friedhofes am Hatzenberg.
  • 1953
    Mit dem Abriss von „Benders Hütte“ am Gallenberg verschwindet das letzte Olper Haus mit Strohdach.
  • 1954
    Der Jesuit und Assyriologe Prof. Anton Deimel (* 1865 in Olpe) stirbt in Rom.
  • 1954
    Gründung der Neuapostolischen Kirche Olpe
  • 1954-1955
    Bau einer neuen Schule in Rüblinghausen (erweitert 1961-1963, 1976-1977, 2005) – seit 1963 Düringerschule genannt 
  • 1955
    Dem zeitweise in Olpe aufgewachsenen Erzbischof von Paderborn, Lorenz Jaeger (* 1892 in Halle/Saale, † 1975 in Paderborn), wird das Ehrenbürgerrecht der Stadt Olpe verliehen.
  • 1955-1956
    Bau des „Hauses der Feuerwehr“ in der Pannenklöpperstraße (zuvor Winterbergstraße 44) – erweitert 1979
  • 1955-1956
    Bau einer neuen Schule in Neuenkleusheim
  • 1956
    Biggetalsperrengesetz – Talsperrenbaubeginn 1957
  • 1956-1957
    Bau einer neuen Schule in Rehringhausen
  • 1956-1958
    Bau der Olper Stadthalle auf dem Wiesengelände „Horle“ (Brand 1977, Modernisierung 1994)
  • 1957
    Tod des 1892 in Olpe geborenen bedeutenden Schriftstellers des deutschen Expressionismus Adolf von Hatzfeld.
  • 1957
    Abpfarrung der neuen Pfarrei St. Marien von St. Martinus Olpe.
  • 1957
    Dem Amt Olpe wird ein Wappen verliehen (gültig bis 1969).
  • 1957
    Eröffnung des Olper Rex-Kinos (2004 geschlossen).
  • 1957-1958
    Innenrenovierung der St.-Martinus-Kirche
  • 1957-1962
    Restaurierung der Stadtmauer
  • 1957-1963
    Bau des Arbeitsamts in der Rochusstraße (seit 1961 Nebenstelle des Arbeitsamts Siegen, seit 2004 Agentur für Arbeit Siegen)
  • 1958
    Gründung der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in Olpe
  • 1959
    Bau des Kolpinghauses
  • 1959
    Gründung der Krankenpflegeschule, der heutigen Fortbildungsakademie für Gesundheitshilfe der Katholischen Hospitalgesellschaft Südwestfalen gGmbH mit Sitz in Olpe-Rhode
  • 1959-1964
    Bau der Kreisberufsschule (Umbauten/Erweiterungen 1986, 2004) – heute Berufskolleg des Kreises Olpe
  • 1960
    Gründung der Kreiswasserwerke Olpe (seit 2009 Teil des Eigenbetriebs Kreiswerke Olpe)
  • 1960
    In der Evangelischen Kirchengemeinde wird eine zweite Pfarrstelle eingerichtet, eine weitere im Jahr 2000.
  • 1960
    Anlage eines neuen Friedhofs in Saßmicke
  • 1960
    Einweihung des Friedhofs in Dahl
  • 1960
    Bau des ersten Schulgebäudes in Stachelau
  • 1960-1961
    Bau einer neuen Schule in Rhode (Franz-Hitze-Schule, Anbau 2003)
  • 1960-1961
    Eine neue St.-Josef-Kirche ersetzt den barocken Fachwerkbau in Altenkleusheim.
  • 1960-1962
    Bau einer neuen Schule in Saßmicke
  • 1960-1963
    Bau einer neuen Schule in Altenkleusheim
  • Ab ca. 1960
    Zuzug von ausländischen Gastarbeitern
  • 1961
    Beschluss zur Gründung der Volkshochschule des Kreises Olpe.
  • 1961
    650-jähriges Stadtjubiläum von Olpe
  • 1961
    Der Süd- oder Engelsturm wird restauriert und aufgestockt, der neue Turmhelm mit einer Wetterfahne versehen, die das Wappen von Kurköln und das Wappen des Stadtgründers Heinrich, Graf von Virneburg, zeigt (1962).
  • 1962
    Eröffnung der Realschule Olpe-Drolshagen-Wenden – 1966-
  • 1968
    Bau des Realschulgebäudes (Turnhalle 1970; Schulerweiterung 1996-1997) – Wenden scheidet 1984 aus dem Realschulverband aus.
  • Seit 1962
    Planung und Bebauung des Hatzenbergs
  • 1963
    Gründung der Biggesee GmbH
  • 1963
    Bau einer Gedenkstätte an der Stadtmauer im Weierhohl (Prof. Ewald Mataré, Düsseldorf)
  • 1963
    Das Lüttge Pörtgen im Weierhohl entsteht neu.
  • 1963
    Eine Sonderschule für Lernbehinderte wird eröffnet, die heutige Pestalozzischule Olpe – Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen).
  • 1964
    Der Fuldaer Weihbischof mit Sitz in Erfurt Dr. Joseph Freusberg (* 1881 in Olpe) verstirbt in Erfurt.
  • 1964
    Neubau der Dorfkirche in Saßmicke anstelle des barocken Vorgängerbaus
  • 1964
    Den Gemeinden Olpe-Land und Rhode werden Wappen verliehen (gültig bis 1969).
  • 1964
    Gründung einer griechisch-orthodoxen Kirchengemeinde in Olpe
  • 1964-1965
    Bau einer neuen Schule in Eichhagen
  • 1964-1965
    Bau einer Schule im neuen Ort Sondern
  • 1964-1967
    Neubau des St. Martinus-Hospitals (weitere Um- und Erweiterungsbauten folgen)
  • 1965
    Feierlicher Beginn des Einstaus der Biggetalsperre, Westfalens größter Talsperre, durch den Ministerpräsidenten von NRW, Dr. Franz Meyers (4. November). 2555 Menschen wurden umgesiedelt.
  • 1965
    Neuer Werbespruch für Olpe „Im Wald und am See“ anstelle „Stadt der 1000 Linden“
  • 1965
    Einrichtung eines Bildungswerks für Jugendliche und Erwachsene im Pallotti-Haus Olpe
  • 1966
    Einweihung des neuen Mutterhauses der Franziskanerinnen auf dem Kimickerberg (erbaut 1963-1967)
  • 1966
    Der Gemeinde Kleusheim wird ein Wappen verliehen (gültig bis 1969).
  • Seit 1966
    Die Olper Innenstadt wird mit Trinkwasser aus der Listertalsperre versorgt.
  • 1966-1968
    Bau der Filialkirche St. Marien (St. Maria Immaculata) in Dahl- Friedrichstahl
  • 1966-1969
    Bau der Talsperrenkirche St. Maria Hilfe der Christen im neuen Dorf Sondern (1971 Konsekration)
  • 1967-1968
    Bau der Filialkirche Heilig-Geist (seit 1970 Pfarrvikarie von St. Martinus)
  • 1968
    Einweihung des neuen evangelischen Gemeindezentrums in der Frankfurter Straße – nach Abbruch des früheren Landratsamtes 1966
  • 1968
    Einweihung der Hakemickeschule (Bezug 1967)
  • 1968
    Mit der Schul- und Bildungsreform in NRW entstehen Zentralschulen, viele ehemalige Volksschulen werden aufgelöst.
  • 1968/1970
    Abbruch des alten Mutterhauses der Franziskanerinnen in der Franziskanerstraße – seit 1964 städtisch. Erhalten bleibt das heutige Alte Lyzeum.
  • 1969
    Einrichtung eines Staatlichen Bezirksseminars für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen in Olpe-Sondern (Schließung 1979)
  • 1969
    Die Kommunale Neugliederung im Kreis Olpe tritt in Kraft (1. Juli) – das ehemalige Amt Olpe (die Gemeinden Kleusheim, Olpe-Land und Rhode) – sowie Oberveischede, Tecklinghausen und Neuenwald aus der Gemeinde Helden
    (Amt Attendorn), Apollmicke aus der Gemeinde Kirchveischede und Fahlenscheid aus der Gemeinde Rahrbach (Amt Bilstein) werden in die Stadt Olpe eingemeindet.
  • 1970
    Die Stadt Olpe erhält die Genehmigung, ein neues Wappen, ein neues Siegel und ein Banner zu führen.
  • 1970
    Anlegung des Kommunalfriedhofes in Sondern
  • 1971
    Freigabe des Abschnitts Lüdenscheid-Freudenberg der Autobahn A 45 („Sauerlandlinie“)
  • 1971
    Bau eines neuen Postamts In der Trift
  • 1972
    Bau einer neuen Krankenhauskapelle als Ersatz für die mit dem Krankenhaus abgebrochene Kapelle
  • 1972
    Eröffnung der neuen Jugendherberge Biggesee in Stade (vorher – seit 1951 – Jugendherberge in der alten Schütteschen Fabrik im Dohm) und der neuen Kolping-Familienferienstätte auf dem Finkenhagen
  • 1973
    Neugestaltung des Innenraums der St.-Martinus-Kirche gemäß der Liturgiereform des 2. Vatikanums
  • 1974
    Abbruch der Alten Post, des ältesten Wohnhauses in der Stadt Olpe (erbaut im 16. Jahrhundert als Richterhaus, seit 1919 im Eigentum der St.-Martinus-Pfarrei) – Errichtung des Kinder und
    Jugendzentrums „Haus der Offenen Tür – Lorenz-Jaeger-Haus“ (eingeweiht 1976)
  • 1975
    Die Kreisneugliederung tritt in Kraft (1. Januar; „OE bleibt“).
  • 1975
    Das Christliche Jugenddorf in Eichhagen (CJD) wird eröffnet.
  • 1975
    Johannes Rosenthal (* 1903 in Oberveischede), von 1948-1972 Bischof von Queenstown in Südafrika, stirbt in Olpe.
  • 1975
    Eröffnung des neuen Hallenfreibades (seit 1989 Freizeitbad) am Obersee der Biggetalsperre (Umbauten 1989/90, 1995/96, 2004/05, 2007/08)
  • 1976
    Freigabe der Autobahn A 4 Köln-Olpe (Autobahnkreuz Olpe-Süd)
  • 1977
    Eröffnung des „Caspar-Klein-Hauses“ in der Friedrichstraße
  • 1977
    Der katholische Friedhof an der Rochus-Kapelle und der evangelische Friedhof am Hatzenberg gehen in die Verwaltung der Stadt Olpe über (Kommunalfriedhof).
  • 1977
    Freigabe der Nordumgehung Olpes (B 55) für den Verkehr
  • 1978
    Einweihung des neuen Olper Rathauses an der Franziskanerstraße (Bauzeit 1975-1977) – Abbruch des alten Rathauses in der Westfälischen Straße
  • 1978
    Die Pfarrvikarie Oberveischede wird der Pfarrei St. Cyriakus Rhode zugeordnet.
  • 1978
    Norbert Scheele (* 1903 in Olpe), der sich über fünf Jahrzehnte um die Regionalgeschichtsforschung verdient gemacht hat, stirbt in Olpe.
  • 1979
    Eröffnung der Familienferien- und Bildungsstätte „Biggesee“ in Sondern (2009 geschlossen)
  • 1979
    Stilllegung des Personenzugverkehrs auf der Bahnstrecke Olpe-Dieringhausen
  • 1979
    Neubau des Finanzamtes an alter Stelle Am Gallenberg
  • 1979
    Errichtung eines Standbildes der hl. Agatha vor der St.-Martinus-Kirche
  • 1979
    Die traditionsreiche Olper Zeitung „Sauerländisches Volksblatt“(gegr. 1840 als „Olper Kreis-Blatt“) stellt ihr Erscheinenein.
  • 1981
    Rhode wird 1. staatlich anerkannter Erholungsort im Kreis Olpe.
  • 1981-1984
    Bau des Zentralen Omnibusbahnhofs
  • 1982
    Errichtung des Pannenklöpperdenkmals auf dem Marktplatz
  • 1982
    In der ehemaligen Höheren Stadtschule In der Wüste wird eine Außenstelle des Westfälischen Museums für Archäologie eröffnet– seit 2007 LWL-Archäologie für Westfalen, Außenstelle Olpe, genannt.
  • 1982
    Gründung der „Heimvolkshochschule Pallotti-Haus“, Schließung 2005
  • 1984
    Gründung der „Jugendbildungsstätte Jugendhof Pallotti-Haus Olpe“
  • 1984
    Eröffnung des Kreuzberg-Stadions
  • 1984
    Einweihung einer Gedenkstätte in Lütringhausen für vierstandrechtlich am 8. April 1945 erschossene deutsche Soldatenwegen ihnen unterstellter Fahnenflucht
  • 1985
    Stilllegung der Bahnstrecke Olpe-Freudenberg
  • 1985
    Die seit 1938 als Eigenbetrieb geführten Stadtwerke werden in eine GmbH umgewandelt: Stadtwerke Olpe GmbH.
  • 1985
    Einführung von Kabelfernsehen in Olpe
  • 1986
    675-jähriges Stadtjubiläum von Olpe
  • 1986
    Fertigstellung des Erholungszentrums am Sonderner Kopf
  • 1986-1996
    Bau des Seniorenzentrums „Am Alten Lohhaus“ im Weierhohl
  • 1987-1988
    Renovierung des Alten Lyzeums, Einrichtung als Begegnungsstätte und Musikschule (seit 1991 auch Stadtarchiv)
  • 1987
    Fertigstellung der Kapelle St. Christophorus in Günsen
  • 1987
    Eröffnung der Eyup Sultan Camii (Moschee) der türkischislamischenGemeinde in Olpe – ein „Türkisch-IslamischerKulturverein e.V.“ existiert in Olpe seit 1986.
  • 1988
    Beitritt der Stadt Olpe zum Rat der Gemeinden Europas
  • 1988
    Bau der Franziskanerpassage
  • 1988-1996
    Altstadtsanierung mit Umgestaltung des Marktplatzes, Renaturierungder Olpe, Sanierung des Weierhohls
  • 1989
    Errichtung des „Königreichssaals“ am Bratzkopf durch die seit 1958 in Olpe vertretenen Zeugen Jehovas
  • 1989-1991
    Bau des neuen Amtsgerichts an der Bruchstraße. Das Amtsgerichtsgebäude von 1912/14 (Westfälischen Straße) wird vom Kreis Olpe erworben und in die Kreisverwaltung integriert.
  • 1989-1994
    Renovierung der St.-Martinus-Kirche
  • 1990
    Gründung der Olper Bäderbetriebe GmbH (bisher kommunaler Eigenbetrieb) und Angliederung an die Stadtwerke Olpe GmbH
  • 1990
    Durchstich Franziskanerstraße – Herstellung einer geradlinigen Verbindung zwischen der Bruchstraße und der Straße In der Wüste
  • 1991
    Bau des neuen Polizeigebäudes an der Kortemickestraße
  • 1991
    Freigabe der Ostumgehung Olpes (B 54) für den Verkehr
  • 1991-2000
    Bau der Parkhäuser in der Winterbergstraße (1991), Franziskanerstraße(1994) und Kardinal-von-Galen-Straße/Bruchstraße (2000)
  • 1994
    Neugestaltung des Marktplatzes nach dem Entwurf des Architekturbüros Heiermann, Köln
  • 1994
    Einweihung des umgebauten und erweiterten Kreishauses
  • 1994
    Der vor allem um die Heimatpflege im Kreis Olpe verdiente Kreisdirektor a.D. Theo Hundt (* 1906 in Neunkirchen/Saar) stirbt in Olpe.
  • 1995
    Für den „Verein der Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung e.V.“ übernimmt die „Maria-Theresia-Bonzel-Stiftung“die Trägerschaft des St.-Franziskus-Gymnasiums Olpe.
  • 1995-1996
    Umgestaltung des Kurkölner Platzes und Renovierung des angrenzenden Kirchplatzes
  • 1997
    Wahl eines hauptamtlichen Bürgermeisters nach Abschaffung der bisherigen Doppelspitze (ehrenamtlicher Bürgermeister und hauptamtlicher Stadtdirektor als Leiter der Verwaltung)
  • 1997-1998
    Neubau der Gemeinschaftsgrundschule Hakemicke
  • 1998
    Errichtung des Olper Geschichtsbrunnens auf dem Kurkölner Platz
  • 1998
    Gründung des Ersten deutschen Kinderhospizes Balthasar in Olpe durch die GFO auf Initiative des Deutschen Kinderhospizvereinse.V., 2009 des Jugendhospizes Balthasar, des ersten Hospizes für Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland
  • 1999
    Erster Internetauftritt der Stadt Olpe
  • 1999
    Der Olper Stadthistoriker Dr. Manfred Schöne (* 1935 in Olpe) stirbt in Olpe.
  • 2000
    Fusion des St. Martinus-Hospitals Olpe mit dem St. Josefs-Hospital in Lennestadt zur Katholischen Hospitalgesellschaft Südwestfalen gGmbH

21. Jahrhundert

 

  • 2001
    Errichtung der Pastoralverbünde Olpe-Biggesee (Pfarreien St. Martinus und St. Cyriakus Rhode und Filialgemeinden) und Olpebach-Täler (Pfarreien St. Marien Olpe und St. Georg Neuenkleusheim und Filialgemeinden)
  • 2001
    Zwischen der Stadt Gif-sur-Yvette in Frankreich und der Stadt Olpe wird eine Städtepartnerschaft geschlossen.
  • 2002
    Auf der ehemaligen, neugestalteten Bleichewiese wird ein „Wäscherinnenbrunnen“ eingeweiht.
  • 2004
    Einweihung der restaurierten und erweiterten Katholischen Grundschule Auf dem Gallenberg
  • 2004
    Archäologische Grabungen auf dem Gelände der ehemaligen, im späten Mittelalter angelegten Untersten Stadtmühle in Olpe. Der Fund einer Randscherbe eines Kugeltopfes aus der Zeit um 900 n.Chr. macht – neben dem Patrozinium des fränkischen Heiligen Martinus – eine karolingische Ansiedlung in Olpe sehr wahrscheinlich.
  • 2004
    Gründung des Stadtmarketingvereins Olpe Aktiv e.V.
  • 2004
    Eröffnung des neu gestalteten Rundweges (Biggerandweg) um einen Teil des Obersees
  • 2004
    Der Biggerandkanal zur Kläranlage in Heggen wird in Betrieb genommen. Die bisherige Kläranlage des Ruhrverbandes wird aufgegeben (heute Parkplatz des Freizeitbades).
  • 2005-2006
    Auf dem Areal des abgebrochenen ehemaligen Ring- Kaufhauses, des Kaufhauses Menzebach und des Rex-Kinos wird ein neues innerstädtisches Geschäftszentrum errichtet (so genannte „Neue Mitte“ oder „Olper Mitte“).
  • 2006
    Auflösung der bisherigen Dekanate Olpe, Attendorn und Elspe: Zusammenschluss zum Dekanat Südsauerland (Kreisgebiet Olpe) mit Sitz in Olpe
  • 2006
    Die letzten Schwestern des St.-Franziskus-Gymnasiums Olpe werden verabschiedet.
  • 2006
    Eröffnung des Teilstücks der A 4/HTS vom Autobahnkreuz Olpe-Süd bis zur Anschlussstelle Kreuztal der Hüttentalstraße (HTS)
  • 2006
    Einweihung des neuen Feuerwehrhauses an der Olper Hütte
  • 2006-2007
    An der Franziskanerstraße/Mühlenstraße, wo bis 1966 die Unterste Stadtmühle von Olpe stand, wird das Kinocenter Cineplex errichtet.
  • 2006-2011
    Neubau der Städtischen Gemeinschaftshauptschule Hakemicke als Ganztagsschule
  • 2007
    Der Orkan Kyrill fegt über den Kreis Olpe hinweg und richtet große Schäden an.
  • 2008
    Verkauf des Pallotti-Hauses und Umbau zum Seniorenwohnhaus „Wohngut Osterseifen“ – die Kirche wird weiterhin von Pallottinerpatres betreut und von der Hatzenberggemeinde genutzt.
  • 2009
    Einsegnung der Martinus-Höfe (seit 2008 in Betrieb)
  • 2009
    Eröffnung des Konvents „San Damiano“ der Olper Franziskanerinnen in der angekauften ehemaligen Vikarie Auf der Mauer 3 (Einweihung 2010)
  • 2011
    Die Stadt Olpe feiert 700 Jahre Stadtrechte (26. April 1311).


    Literatur:
    Quellmalz, Heinz und Josef Wermert: Bibliographie Stadt Olpe 1648-2000. Veröffentlichungen zur Stadtgeschichte und Landeskunde.
    Hrsg.: Stadt Olpe/Stadtarchiv und Heimatverein für Olpe und Umgebung e.V. Olpe 2001. (=Quellen und Beiträge des Stadtarchivs Olpe 8).

    Wermert, Josef (Hrsg.): Olpe. Geschichte von Stadt und Land.
    Bd. 1: Von den Anfängen bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. Red.: Günther Becker, Josef Wermert und Manfred Wolf. Hrsg. im Auftrag der Stadt Olpe. Olpe 2002;
    Bd. 2: Von der Weimarer Republik bis zur Gegenwart. Red.: Günther Becker, Hans-Bodo Thieme und Josef Wermert. Hrsg. im Auftrag der Kreisstadt Olpe. Olpe 2011;
    Bd. 3: Schürholz, Carl: Plattdeutsches Wörterbuch für Olpe und das Olper Land. Bearb., eingeleitet und mit einer Geschichte und Grammatik der Olper Mundart versehen von Werner Beckmann unter Mitarbeit von Theo Kleine (†), Johannes Neu, Alfred Ohm (†), Franz-Josef Schlimm und Paul Heinz Wacker. Red.: Günther Becker und Josef Wermert. Hrsg. im Auftrag der Kreisstadt Olpe. Olpe 2008. Mit CD.


Beiträge zur Stadtgeschichte

150 Jahre Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung zu Olpe. (2013)

Daten aus der Geschichte.
Von Josef Wermert
(Aus: Olpe in Geschichte und Gegenwart Band 21 (2013). S. 271-276)

Die Kreisstadt Olpe - Zentralort des südlichen Sauerlandes (2011)

Von Josef Wermert


Ein Druckwerk von Petrus in Altis de Olpe im Stadtarchiv Olpe (2011)

Von Prof. Dr. Thomas Wilhelmi


Bomben auf Olpe - Mittwoch 28. März 1945 (2011)

Von Dr. Manfred Schöne (†)


Lokale Kriege, Fernhandel und Bergbau - Hintergründe der Olper Stadtgründung 1311

Festvortrag zum Stadtjubiläum am 26. April 2011
Von Prof. Dr. Wilfried Reininghaus
(Aus: Südsauerland 242/2011)


Das Olper Stadtjubiläum und der Festumzug vor einhundert Jahren (1911)

Von Hermann Forck (†) und Hugo Schneider (†)
(Aus: Südsauerland 243/2011)


»Eine nie geahnte Leidenszeit ist über uns hereingebrochen«.

Ansprache zum Volkstrauertag an der Gedenkstätte in Olpe am 13. November 2011
Von Josef Wermert
(Aus: Südsauerland 245/2011)


Sauerländisches Volksblatt 1930-1941

„Das haben wir nicht gewusst!“
Was aufmerksame Leser im Dritten Reich aus ihrer Tageszeitung erfahren konnten
Eine katholische Kleinstadt im Spiegel des Sauerländischen Volksblattes 1930-1941
Zusammengestellt von Rolf Müller
(Aus: Olpe in Geschichte und Gegenwart 16, 17 und 18/19 (2008-2011))