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Die Blechtrommel

Aus der Nobelpreis-Laudatio für Günter Grass 1999 Das Erscheinen der »Blechtrommel« bedeutete die Wiedergeburt für den deutschen Roman des 20. Jahrhunderts. »Die Blechtrommel« bezieht ihr Temperament als Roman von einem Ich-Erzähler, der seinesgleichen sucht, in der Dichtung wie auf Erden. Oskar Matzerath [ist] eine vollkommen originäre Schöpfung: eine infernalische Intelligenz in dem Körper eines Dreijährigen, ein Monster, das sich der Menschheit aufdringlich mit Hilfe einer Spielzeugtrommel nähert, ein Intellektueller mit Kinderei als kritischer Methode. Dr. phil. Horace Engdahl, Mitglied der Schwedischen Akademie

18.01.2018
20:00 Uhr
Stadthalle Olpe
12.00 €
Schüler/Studenten 50 % Ermäßigung

Kartenvorverkauf:

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Rathaus Olpe
Reisebüro Harnischmacher
Olpe aktiv

Eintrittspreis ab 12.00 € bis 15.00 € je nach Sitzkategorie - Schüler/Studenten 50 % Ermäßigung
Tel. Ticketservice: 02761 830

Zum Programm:

Oskar Matzerath, mittlerweile fast auf Normalgröße gewachsen, erzählt im Rück-blick von seinem Leben: Im Alter von drei Jahren beschließt er, nicht mehr wach-sen zu wollen, und bestärkt dieses Vorhaben durch einen gezielten Sturz von der Kellertreppe. Zudem entdeckt er eine besondere Gabe: er kann allein durch die Kraft seiner Stimme Glas zum Zerspringen bringen. Mit seinem schrillen Diskant und mit der Blechtrommel, die er an seinem dritten Geburtstag als Geschenk erhält, verkündet das scheinbar ewige Kind aus der Perspektive von unten lautstark seinen Protest gegen die Welt der Erwachsenen und verweigert sich ihrem Leben der Lügen und der Gewalt.

Oskar hat zwei Väter: einen polnischen - den Vetter seiner Mutter Agnes, mit dem sie ein Verhältnis hat - und einen deutschen - den Ehemann seiner Mutter, den Kolonialwarenhändler Alfred Matzerath. Sein skurriler Lebensweg führt ihn durch das 20. Jahrhundert der Kriege, des Nationalsozialismus und des Wirtschaftswunders ...

Mit Erscheinen seines Romans "Die Blechtrommel" gelang dem 32-jährigen Günter Grass 1959 der literarische Durchbruch. Das Buch zählt heute zu den wichtigsten Werken der deutschen Nachkriegsliteratur und wird als Jahrhundertroman bezeichnet, für den Grass 1999 den Nobelpreis erhielt. Zur Zeit seines Erscheinens und auch heute noch ist die Geschichte um den kleinwüchsigen Oskar und die amourösen Verwicklungen der Familie Matzerath ein grandioser Spiegel des vergangenen Jahrhunderts.Volkmar Kamm, der die Theaterfassung erstellt hat, lässt all dies auf der Bühne Realität werden: angefangen bei der Urszene auf dem Kartoffelacker bis hin zur berühmt gewordenen Brausepulver-Episode.