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17.01.2020

Ábo Klavierquartett gastiert auf Einladung der Musikschule in Olpe

Zwei Künstler stammen aus der Region Südwestfalen

Die Städtische Musikschule Olpe veranstaltet ein außergewöhnliches Kammermusikkonzert: Das Ábo Klavierquartett musiziert am Samstag, 08. Februar um 18.00 Uhr im Großen Saal des Alten Lyzeums in Olpe.

Eintritt frei

Die im Herbst 2017 gegründete Formation setzt sich aus Laura Mead (Violine), Cristina Alvarado (Bratsche), Ülker Tümer (Violoncello) und Max Philip Klüser (Klavier) zusammen. Fünf Nationalitäten verbinden sich musikalisch in dem vierköpfigen Ensemble, das während des Studiums an der Hochschule für Musik Freiburg entstand. Dort wurde der Werdegang des Quartetts von Sebastian Hamann begleitet. Weitere musikalische Impulse kamen von Roglit Ishay, Sylvie Altenburger, Jean-Guihen Queras und Anthony Spiri.
Laura Mead wurde 1990 in eine britisch-polnische Musikerfamile in Siegen geboren und begann im Alter von vier Jahren Geige zu spielen. Mit 15 wurde sie Jungstudentin an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Später studierte sie an den Hochschulen in Köln, London, Luzern und Freiburg. Dort schloss sie 2018 ihr Konzertexamen in der Klasse von Sebastian Hamann mit Auszeichnung ab. Von 2016 – 2018 war Laura Stipendiatin von LiveMusicNow Freiburg. Nach Stationen im Bundesjugendorchester, der Jungen Deutschen Philharmonie, dem Gustav Mahler Jugendorchester, der Philharmonie Südwestfalen, den Philharmonischen Orchestern in Kiel und Freiburg, dem Gürzenich Orchester Köln hatte sie in der Saison 14/15 einen Zeitvertrag bei den Münchner Philharmonikern. Seit der Spielzeit 18/19 ist sie Mitglied der ersten Violinen der Symphoniker Hamburg.
Cristina Alvarado wurde 1988 in Caracas geboren. Mit acht Jahren begann sie im Rahmen des El Sistema die Bratsche zu erlernen und spielte viele jahre im Simón Bolivar-Orchester unter Leitung von Gustavo Dudamel. Ab 2010 studierte sie bie Prof. Wolfram Christ und Prof. Volker Jacobsen an dder Hochschule für Musik Freiburg. Seit Herbst 2017 ist sie Mitglied beim Philharmonischen Orchester Freiburg.
Die türkische Cellistin Ülker Tümer wurde 1998 in Adana geboren und erhielt dort mit 11 Jahren ihren ersten Unterricht. Seit Herbst 2016 studiert sie in Freiburg in der Klasse der renommierten Cellisten Prof. Jean-Guihen Queyras. Zugleich ist sie Namensgeberin des Ábo Klavierquartetts (Àbo – im türkischen ein Ausruf des Erstaunens, der Begeisterung bzw. Verwunderung).
Max Philip Klüser, 1994 in Siegen geboren, begann zunächst im Alter von sechs Jahren mit dem Trompetenspiel und mit elf Jahren dann zusätzlich mit Klavier. Mit zwölf wurde er Jungstudent an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf in beiden Fächern. Mittlerweile liegt sein Schwerpunkt auf dem Klavier, welches er zunächst bis 2016 in Düsseldorf bei Prof. Boguslav Jan Strobel studierte und danach bis 2018 an der Musikhochschule Freiburg bei Prof. Gilead Mishory. Momentan studiert er im Masterstudiengang Solistenausbildung in der renommierten Klavierklasse von Prof. Jacques Rouvier am Mozarteum in Salzburg, wobei er durch ein Auslandsstipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes unterstützt wird. Weitere musikalische Impulse erhielt er u. a. von Bernd Glemser, Till Fellner und Bernd Goetzke. Max Philip Klüser gewann 2015 den 1. Preis beim Dortmunder van Bremen Klavierwettbewerb und war 2016 Finalist des Richard Strass Wettbewerbs für Klavier in München. Im Frühjahr 2019 konzertierte er mit dem 5. Klavierkonzert von Beethoven in Ravensburg. Seit Herbst 2019 hat er einen Lehrauftrag für Klavierbegleitung an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf. Eine weitere Leidenschaft gilt dem Dirigieren. Erste Erfahrungen konnte er hier bereits 2018 bei der Produktion von Mozarts Oper „Die Entführung aus dem Serail“ der Schlossfestspiele Zwingenberg sammeln, wo er die musikalische Assistenz sowie das Dirigat der letzten Vorstellung übernahm.
Auf dem Konzertprogramm am Samstag, 08. Februar in Olpe stehen das Quartett Es-Dur KV 493 von W. A. Mozart, das Phantasy Piano Quartet von Frank Bridge und das Quartett in g-Moll op. 25 von Johannes Brahms, dessen mitreißender letzter Satz „Rondo alla Zingarese“ den Konzertabend beschließen wird.
Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei. Die Künstler erbitten jedoch am Ausgang einen angemessenen Betrag.

Programm Ábo Klavierquartett 8. Feb. 20

Impressionen und Fotos