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"Ehemalige Villa Hundt" einschließlich der talseitigen Terrassenanlage

Lage/Standort
 

"Ehemalige Villa Hundt"
In der Wüste 16
57462 Olpe Adresse über Google Maps anzeigen
Gemarkung: Olpe-Stadt
Flur: 2
Flurstück: 758


Beschreibung des Denkmalwertes

Die im Jahr 1910 für den Fabrikanten Hundt (Feinblechwalzwerk) von dem Kölner Architekten Alphons Matter entworfene Villa ist ein wichtiges Zeugnis für den Repräsentationsanspruch der Olper Oberschicht im frühen 20. Jahrhundert und damit bedeutend für die Geschichte der Stadt.

Es handelt sich im Kern um einen verputzten, zweistöckigen Massivbau über längsrechteckigem Grundriss, der sich aufgrund der Hanglage talseitig über einem hohen bruchsteinernen (Keller-)sockel erhebt. Dieser Baukern wird durch zahlreiche An- und Aufbauten malerisch gegliedert, wobei in die Vorbild-stehenden Landhäuser der Arts- und Crafts-Bewegung Elemente der neuen Sachlichkeit (rechtswinkelig eingeschnittene Fenster, Betonung der Horizontalen) und des Heimatstiles (Materialwahl: Schiefer, anstehender Bruchstein) einfließen.

Als wichtiges Belegstück dieser Architekturströmung ist das Objekt von künstlerischer Bedeutung. Dazu gesellt sich eine volkskundliche Bedeutung, da bis heute die Wohn- und Repräsentationsvorstellungen der Olper Oberschicht klar ablesbar geblieben sind: Auf dem Keller-/Sockelgeschoss mit den Hauswirtschaftsräumen erhebt sich das Erdgeschoss mit den halb öffentlichen Räumen, die sich um die geräumige Diele gruppieren, in der die dreiläufige Treppe in das Obergeschoss mit den Privatgemächern führt; im Dachraum befinden sich Gesindekammern.

Tag der Eintragung

18.04.1997

Bildergalerie

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Vorderansicht der "Ehemaligen Villa Hundt"
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Rückansicht der "Ehemaligen Villa Hundt"
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Blick auf die talseitige Terrassenanlage