Direkt zu:
Verwaltung Titel
Sprache 

Wohngeld

Wohngeld

Das Wohngeld wird zur wirtschaftlichen Sicherung angemessenen und familiengerechten Wohnens als Zuschuss zu den Aufwendungen für den Wohnraum geleistet. 
 
Wohngeld gibt es 

  • als Mietzuschuss für den Mieter einer Wohnung oder eines Zimmers oder
  • als Lastenzuschuss für den Eigentümer eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung.

Das Wohngeld ist von einem Antrag abhängig, den Sie bei der Wohngeldstelle der Kreisstadt Olpe stellen können. Dort erhalten Sie auch die Antragsformulare sowie andere eventuell notwendige Unterlagen und Vordrucke. Bitte beachten Sie, dass Wohngeld in der Regel erst vom Beginn des Monats an geleistet wird, in welchem der Antrag bei der zuständigen Wohngeldstelle eingegangen ist. Eine rückwirkende Antragstellung ist gesetzlich nicht vorgesehen. 

Ob Sie Wohngeld in Anspruch nehmen können hängt von drei Faktoren ab

  • der Höhe des Gesamteinkommens, 
  • der Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder, 
  • der Höhe der zuschussfähigen Miete bzw. Belastung.

Das Einkommen orientiert sich am steuerrechtlichen Einkommensbegriff. Aber auch bestimmte im Wohngeldgesetz genannte steuerfreie Einkünfte sind anzurechnen. Grundsätzlich ist das Gesamteinkommen aller im Haushalt lebenden Personen zugrunde zu legen.
Ein weiterer Faktor ist die Anzahl der zum Haushalt rechnenden Mitglieder. Das Wohngeld wird nach der Haushaltsgröße gestaffelt gezahlt.

Weiterhin wird bei der Berechnung des Wohngeldanspruches die Höhe der zuschussfähigen Miete bzw. Belastung berücksichtigt. Wohngeld wird nicht für unangemessen hohe Wohnkosten gewährt. Lediglich bestimmte Höchstbeträge von Miete oder Belastung werden anerkannt und somit bezuschusst.

Diese Höchstbeträge richten sich nach der Mietenstufe der Gemeinde und der Anzahl der im Haushalt lebenden Haushaltsmitglieder. Die Mietenstufe der Kreisstadt Olpe ist seit dem 01.01.2001 die Stufe 2. 

Ihren Wohngeldanspruch können Sie sich mit dem Wohngeldproberechner ausrechnen lassen. Darüber hinaus stehen Ihnen ausfüllbare und mit Eingabehilfen versehene Antragsvordrucke  zur Verfügung.

Nicht antragberechtigt

Haushalte, denen nur Personen angehören, die eine Ausbildung im Sinne des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BaföG) bzw. nach § 59 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch (BAB) durchführen, z. B. Studenten, und denen über andere gesetzliche Regelungen staatliche Hilfen zum Wohnen bzw. zum Lebensunterhalt dem Grunde nach zustehen.

Ausschluss vom Wohngeld

Vom Wohngeldbezug ausgeschlossen sind Transferleistungsempfänger. Dies sind Empfänger von:

  • Leistungen des Arbeitslosengeldes II und des Sozialgeldes nach dem SGB II,
  • Übergangsgeld in Höhe des ALG-II nach dem SGB VI, 
  • Verletztengeld in Höhe des ALG-II nach dem SGB VII, 
  • Zuschüssen für Auszubildende zu den Kosten der Unterkunft und Heizung nach dem SGB II, 
  • von Grundsicherungsleistungen im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII, 
  • Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem SGB XII, 
  • Leistungen der ergänzenden Hilfe zum Lebensunterhalt oder anderen Hilfen in einer Anstalt, einem Heim oder einer gleichartigen Einrichtung, die den Lebensunterhalt umfassen, nach dem Bundesversorgungsgesetz oder nach einem Gesetz, das dieses für anwendbar erklärt, 
  • Leistungen in besonderen Fällen und Grundleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, 
  • Leistungen nach dem SGB VIII in Haushalten, zu denen ausschließlich Empfänger dieser Leistung gehören,

wenn bei der Leistungsberechnung Kosten der Unterkunft berücksichtigt worden sind.
 
Vom Wohngeld ausgeschlossen ist auch derjenige, dessen Transferleistung auf Grund einer Sanktion nicht mehr gezahlt wird. 

Der Ausschluss besteht nicht, wenn die vorgenannten Leistungen ausschließlich als Darlehen erbracht werden oder durch Wohngeld die Hilfsbedürftigkeit im Sinne des § 9 SGB II, des § 19 Abs.1 und 2 SGB XII oder des § 27a des BVG vermieden oder beseitigt werden kann. 
 
Weitere Informationen über die geltenden Wohngeldregelungen stellt das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Internet unter www.bmvbs.de/wohngeld zur Verfügung.